Volkswagen Vz.
- Nikolas Kessler - Volontär

Chinas Automarkt läuft wieder – Absatzplus bei VW, Daimler und BMW

Nach mehrmonatiger Durststrecke verzeichnet Volkswagen endlich wieder steigende Absatzzahlen. Das hat der krisengeschüttelte Autobauer vor allem dem wieder angesprungenen chinesischen Markt zu verdanken. Auch Daimler und BMW konnten im Reich der Mitte zuletzt deutlich mehr Autos verkaufen.

Erstmals seit neun Monaten hat Volkswagen weltweit wieder mehr Autos ausgeliefert. Konzernweit stieg der Absatz im Jahresvergleich um 3,7 Prozent, der Zuwachs bei der Kernmarke VW legte um 2,8 Prozent zu.

Chinesen greifen wieder zu

Volkswagen profitierte dabei auch vom zurückgekehrten Wachstum in Chinas Automarkt. Denn seit die chinesische Regierung die Mehrwertsteuer auf Autos im Herbst halbiert hat, finden die Kunden wieder öfter den Weg in die Autohäuser.

Insgesamt waren die Verkäufe aller Hersteller in China im Januar um 13,5 Prozent gestiegen. Die Verkaufszahlen des VW-Konzerns kletterten mit 13,9 Prozent sogar noch etwas stärker. Volkswagen verkaufte damit fast die Hälfte seiner Fahrzeuge in China. Auch BMW und Daimler haben dort zuletzt wieder deutlich mehr Autos verkauft.

US-Markt bleibt problematisch

In Europa hat die VW-Kernmarke dagegen weiter zu kämpfen. Die Auslieferungen schrumpften hier um 3,1 Prozent. In Deutschland fiel der Wert um 5,2 Prozent, während die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland insgesamt um drei Prozent gewachsen war. Der gesamte VW-Konzern legte dagegen in Europa zu und steigerte die Verkäufe in Deutschland ebenfalls leicht. Die USA bleiben für VW aber weiterhin ein schwieriges Pflaster. Im Januar schrumpften die Verkäufe dort weiter.

Während die Sportwagentochter Porsche weltweit mit 24 Prozent erneut ein kräftiges Verkaufsplus erzielt hat, konnte Skoda mit plus 5,2 Prozent moderat zulegen. Die spanische Tochter Seat schaffte mit 0,1 Prozent nur einen Mini-Zuwachs.

 

Für langfristige Anleger spannend

In Anbetracht der angespannten charttechnischen Lage und des schwachen Marktumfelds rät DER AKTIONÄR bei den Aktien der deutschen Autobauer derzeit zur Vorsicht. Für Anleger mit einem sehr langen Atem bieten die VW-Vorzüge auf dem aktuellen Niveau allerdings ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis – zumal die negativen Nachrichten bei Volkswagen mittlerweile zur Genüge eingepreist sein dürften.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Volkswagen: Die Zahlen sind da!

Volkswagen hat seine Zahlen für das erste Quartal 2016 auf den Tisch gelegt. Dabei enttäuschte der Wolfsburger Automobilhersteller die Marktteilnehmer mit einem Umsatz von 50,96 Milliarden Euro. Erwartet wurden 51,5 Milliarden Euro. Beim operativen Gewinn lag der DAX-Konzern hingegen über den … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Volkswagen: (Fast) günstigster DAX-Industriewert

Die Sachkenner von Focus Money schreiben, die meisten Analysten scheinen zu glauben, die Auswirkungen von „Dieselgate“, dem Damoklesschwert über Volkswagen, seien einzuschätzen. Sie schätzen deshalb durchschnittlich für die nächsten Jahre einen Gewinnanstieg von 18,8 Prozent pro anno. Zusammen mit … mehr