Borussia Dortmund
- Jochen Kauper - Redakteur

Borussia Dortmund: Endspiel am Sonntag, Zahlen in Line, Aktie abstauben

Das drohende Aus in der Champions League sowie das Unentschieden in der Fußball-Bundesliga beim Schlusslicht Nürnberg sorgten für einen knackigen Rücksetzer der BVB-Aktie. Die am Freitag gemeldeten Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Unter 7,50 Euro ist die Aktie zu günstig.

Sinkende Transfereinnahmen haben bei Borussia Dortmund für einen niedrigeren Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 gesorgt. Die Erlöse gingen um rund 18 Prozent auf 256 Millionen Euro zurück. Hauptgrund war der Rückgang der Transfereinnahmen um knapp 94 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung der Transfers stieg der Umsatz hingegen um knapp 22 Prozent auf 213,6 Millionen Euro. Dazu trugen die TV-Erlöse wesentlich bei, die um 42 Prozent auf 105,5 Millionen Euro stiegen.

Der Gewinn fiel nach vorläufigen Berechnungen mit 13,9 Millionen Euro von Juli bis Ende September um rund 30 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Im vorhergehenden  Halbjahr hatte vor allem der Wechsel von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona für Rekordzahlen gesorgt.

 

Umsatzentwicklung Borussia Dortmund (in Millionen Euro):


Dem BVB gehen Millionen durch die Lappen
Die Niederlage in Tottenham und die durchschnittliche Leistung gegen Nürnberg könnte finanzielle Folgen haben. Sollte im Rückspiel kein deutlicher Sieg gelingen, würde dies das Ausscheiden im Achtelfinale der Champions League bedeuten. Somit würden dem Verein nicht nur 10,5 Millionen Euro am Prämien durch die Lappen gehen, auch der
der Höhenflug des BVB-Kaders würde jäh gestoppt werden. Das Schaulaufen der jungen talentierten Kicker wie Sancho, Weigl, Diallo und Larsen auf der internationalen Bühne wäre mit dem Aus in der Königsklasse zu Ende.

Dennoch sollte man nicht vergessen, dass der BVB eine hervorragende Saison spielt. In der Liga steht am Sonntag ein kleines Endspiel gegen das Team der Rückrunde, Bayer Leverkusen, auf dem Programm. Und auch wenn es sehr schwierig scheint, den BVB sollte man auch in der Champions League noch nicht abschreiben, unmöglich wäre es in Bestbesetzung nicht.

 

Spekulativ, aber aussichtsreich
Die Klatsche gegen Tottenham belastet den BVB-Kurs deutlich. Wer noch nicht investiert ist, sollte vorerst abwarten, bis ein charttechnischer Boden ausgebildet wird und die sportliche Trendwende gelingt. Insgesamt steht der BVB sehr gut da, die Aktie ist günstig bewertet. Mutige versuchen in einer Range zwischen 7,35 Euro und 7,50 Euro zum Zug zu kommen und die Aktie abzustauben.

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