DAX
- Andreas Deutsch - Redakteur

Börsen im Rausch: Hans A. Bernecker warnt

Elf Prozent hat der DAX im laufenden Jahr zugelegt – und die Kursziele der meisten Analysten bereits im Februar erreicht. Gibt es einen Durchmarsch auf 12.000 Punkte? Nur die Ruhe, sagt Hans A. Bernecker. Es gebe keinen Grund, euphorisch zu werden.

Hans A. Bernecker ist bekannt für seinen Optimismus. Selbst die Finanzkrise 2008 brachte den Herausgeber der Actien-Börse nicht groß aus der Ruhe. Schon wenig später empfahl Bernecker ausgewählte Aktien zum Kauf.

Doch jetzt stimmt Bernecker skeptische Töne an. Warum? Es sieht doch alles prima aus an der Börse. Der DAX eilt von Hoch zu Hoch. „Genau“, sagt Bernecker. „Mir geht das zu schnell. Es droht die Gefahr der Übertreibung. Leider ist Frankfurt dafür besonders anfällig.“ Zu befürchten sei, dass bislang unterinvestierte deutsche Großanleger in Kaufpanik ihre Aktienquoten aufstocken – „und dies zu Kursen, die Top-Kurse darstellen“.

Laut Bernecker ist eine deutliche Korrektur mittlerweile nicht zu vermeiden. „Ob die Kurse vier, sechs oder sogar zehn Prozent fallen werden, muss abgewartet werden. Klar ist aber: Korrekturen dieser Art laufen schnell, gelegentlich auch rasant.“ Zu rechnen sei mit einer Korrektur bis Mitte März. „Dann sehen wir weiter.“ An seinem Kursziel für den DAX von 11.000 Punkten bis zum Jahresende hält Bernecker fest – vorerst.

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