BMW
- Jochen Kauper - Redakteur

BMW große Fortschritte im wichtigen Automarkt China, weiterhin abwarten bei der Aktie?

BMW baut sein Engagement in China aus. Der Münchner Autobauer will eine weitere Fabrik in der nordostchinesischen Stadt Shenyang hochziehen. Hinzu kommt: BMW übernimmt für 3,6 Milliarden Euro die Mehrheit von 75 Prozent an seinem Gemeinschaftsunternehmen mit dem lokalen Partner BBA (BMW Brilliance Automotive).

BMW kauft Mehrheit an Brilliance
Großer Erfolg für BMW. Der Münchener Autobauer übernimmt in China für knackige 3,6 Milliarden Euro die Mehrheit von 75 Prozent an seinem Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Partner Brilliance. Bisher hielt BMW 50 Prozent, Brilliance 40,5 Prozent. Die restlichen 9,5 Prozent liegen bei der Stadt Shenyang.
Laut BMW-Vorstand Harald Krüger will BMW in den nächsten drei Jahren mehr als drei Milliarden Euro unter anderem in den Aufbau eines neuen Werks am Standort Tiexi  stecken. Die Kapazitäten sollen verdoppelt werden. Im vergangenen Jahr rollten in den beiden Werken in Tiexi und dem benachbarten Dadong rund 400.000 Autos vom Band. Das waren knapp 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zusammenarbeit zwischen BMW und Brilliance läuft seit 2003. Der Deal wurde nun bis 2040 verlängert.
In Dadong wird ab dem Jahr 2020 der vollelektrische BMWiX3 vom Band laufen. Das Auto wird ausschließlich in China gebaut. Der Stromer soll laut BMW auf in andere Länder exportiert werden.

Abwarten bei den Autobauern, Batteriehersteller im kommen
Es bleibt vorerst dabei:
Es besteht nach wie vor die Gefahr, dass die Konsensschätzungen für die Autobauer für 2018 und 2019 zu hoch sind. Zudem müssen BMW, Daimler und VW Milliarden in neue Mobilitätstdienste, Elektromobilität sowie andere alternative Antriebsformen stecken. Abwarten ist deshalb bei den Aktien der Autobauern BMW, VW und Daimler angesagt.
Auf der anderen Seite:
Die Batterie repräsentiert zurzeit etwa 40 Prozent des Wertes eines Elektroautos. Dieser Umsatz - und anteilig auch der Profit - wird in Zukunft in Asien generiert, nicht mehr von BMW, Daimler oder VW. Und das wird Folgen haben für die Belegschaften vor allem in der Motor- und Getriebeproduktion. Spannend sind daher die Batteriehersteller Samsung SDI und CATL, wobei CATL bislang nur an der ChiNext handelbar ist.

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