Bitcoin Cash
- Marco Bernegg

Bitcoin Cash: Der "wahre Bitcoin" hat Schwierigkeiten

Zuletzt berichteten die Entwickler von Bitcoin Cash noch von einem Erfolg. Die Anzahl der Transaktionen überstieg am ersten August deutlich die des großen Bruders Bitcoin. Dies scheint jedoch nur vorrübergehend zu sein.

Wie aus einer Analyse von Chainalysis hervorgeht, befindet sich das Transaktionsvolumen von Bitcoin Cash auf einem historisch niedrigen Niveau. Wurde im September 2017 noch Bitcoin Cash im Wert von 412 Millionen US-Dollar bewegt, waren es im Mai 2018 nur noch 3,7 Millionen. 

Der Rückgang ist natürlich auch der aktuellen Marktlage geschuldet. Doch die Entwickler von Bitcoin Cash um Krypto-Ikone Roger Ver deklarieren ihre Kryptowährung immer wieder als den "wahren Bitcoin". Durch die größere Blockgröße und den daraus resultierenden geringeren Transaktionsgebühren und kürzeren Transaktionszeiten kommt es derzeit einem „elektronischen Peer-to-Peer-Bezahlsystem“ nach Satoshi Nakamotos Idee tatsächlich näher als sein großer Bruder. Dieser hat jedoch mit einem Transaktionsvolumen von 60 Millionen US-Dollar im Mai 2018 weiterhin eine weitaus größere Akzeptanz.

Kim Grauer, Chefvolkswirt bei Chainalysis, setzt sogar noch einen drauf: 56 Prozent der Bitcoin Cash Bestände sollen sich lediglich in 67 Wallets befinden. Davon halten alleine zwei Wallets zwischen 10.000 und 100.000 Coins. Er hält es für möglich, dass diese aus Werbezwecken auch einen Großteil der Transaktionen beanspruchen. 

Nichtsdestotrotz ist Bitcoin Cash im Vergleich zu seinem großen Bruder momentan die praktischere Kryptowährung. Die geringen Gebühren und die kurzen Transaktionszeiten eignen sich besser für den Alltag. Dennoch genießt der Bitcoin weiterhin einen höheren Stellenwert.

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