Bitcoin
- Nikolas Kessler - Redakteur

Bitcoin & Co: Der Crash geht weiter

Die Talfahrt am Kryptomarkt setzt sich nach der Stabilisierung der vergangenen Tage am heutigen Sonntag fort. Mit Ausnahme des Stable-Coins Tether sacken nahezu alle Coins in den Top 20 nach Marktkapitalisierung um zehn Prozent oder mehr ab. Dem Bitcoin steht damit die schwächste Woche seit mehr als fünf Jahren ins Haus.

Nachdem sich der Kurs der Kryptowährung Nummer 1 in den vergangenen Tagen im Bereich von 4.400 Dollar stabilisieren konnte, geht es nun erneut rasant bergab. Auf 24-Stunden-Sicht notiert der Bitcoin rund zwölf Prozent schwächer bei rund 3.750 Dollar. Kurzfristig war er gegen Mittag allerdings schon unter die Marke von 3.600 Dollar und somit auf ein neues 12-Monats-Tief gefallen.

Damit droht dem Bitcoin der größte Wochenverlust seit über fünf Jahren. Seit Montag hat er auf dem aktuellen Kursniveau rund 33 Prozent verloren, im Tief sogar über 36 Prozent. Einen größeren Verlust gab es nach Daten von coindesk.com zuletzt in der zweiten Aprilwoche 2013, als der Kurs um rund 45 Prozent von 165 auf 91 Dollar abgesackt ist. Anfang dieses Jahres war der Bitcoin binnen einer Woche schon einmal um rund 30 Prozent eingebrochen.

Auch am übrigen Kryptomarkt dominieren die dicken Minuszeichen. Bitcoin Cash – wegen dem heftig umkämpften Hard Fork in der Vorwoche nicht ganz unschuldig am aktuellen Crash – verliert sogar rund 20 Prozent. Kleinere Verluste oder gar moderate Gewinne verzeichnen allenfalls Stable Coins wie Tether und True USD, die als „sicherer Hafen“ gesucht werden.

Die Geschichte wiederholt sich

Der AKTIONÄR hat sowohl hier, als auch im bitcoin report auf Parallelen zur früheren Kursentwicklung hingewiesen und vor weiterem Abwärtsdruck gewarnt. Nach dem Erreichen neuer Hochs hatte der Bitcoin immer wieder heftige Kurseinbrüche und längere Seitwärtsphasen erlebt, ehe eine neue Rallye starten konnte.

Der 81-prozentige Abschlag vom Allzeithoch von Mitte Dezember 2017 schmerzt jeden Krypto-Enthusiasten und –Investor. In den vergangenen acht Jahren ist der Kurs jedoch schon vier Mal prozentual noch heftiger eingeknickt– und bislang noch jedes Mal stärker zurückgekommen.

Füße stillhalten!

Auch wenn der Bitcoin und viele anderen Kryptos nach elf Verlusttagen in Folge inzwischen überverkauft wirken, sollten Anleger nicht ins fallende Messer greifen. Besser wäre es, das Pulver weiterhin trocken zu halten, um bei einer (charttechnischen) Trendwende wieder voll angreifen zu können.

 

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Autor Nikolas Keßler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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