Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer und BASF: Aktien liefern Kopf-an-Kopf-Rennen: Quartalszahlen im Fokus

Die beiden DAX-Aktien Bayer und BASF können am Dienstag beide gute Zugewinne verzeichnen. BASF gewinnt 1,91 Prozent auf 67,89 Euro, Bayer folgt mit einem Plus von 1,86 Prozent auf 106,95 Euro knapp dahinter. Die beiden Pharma- und Chemiekonzerne liefern sich damit am heutigen Tag ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, wer am Ende des Tages die Nase vorn hat. Die Aktie von BASF kann dabei einer pessimistischeren Analysteneinschätzung trotzen. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für BASF von 87 auf 79 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Die Zahlen von BASF, Air Liquide und Akzo Nobel zum dritten Quartal hätten die geschäftliche Eintrübung bei Europas Chemiekonzernen bestätigt, schrieb Analyst Rakesh Patel in einer am Montag vorgelegten Sektorstudie. Diese lasse einen vorsichtigen Ausblick der Branche auf 2015 und drohende Preiseinbußen befürchten.


Bayer-Zahlen am Donnerstag
Während BASF bereits die Quartalszahlen am vergangen Freitag vorgelegt hat und die Ziele für 2015 kappen musste, wird bei Bayer für die am Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden Zahlen ein solides Ergebnis erwartet. Ein starkes Gesundheitsgeschäft hält den Pharma- und Chemiekonzern Bayer im dritten Quartal auf Wachstumskurs. Vor allem neuere Pharmaprodukte lassen bei den Leverkusenern nach Meinung von Experten die Kassen klingeln. Für das Geschäft mit Agrochemikalien wie Pflanzenschutzmitteln und Saatgut sind die Signale weiterhin positiv. Auch die Belastungen von der Währungsseite haben abgenommen. Der Euro büßte einen Teil seiner Stärke ein. Im Kunststoffgeschäft - das an die Börse bringen will - dürfte sich der Preisdruck bei wichtigen Produkten fortsetzen. Die von Bayer befragten Analysten rechnen für das dritte Quartal im Schnitt mit einem Umsatzplus von 3,8 Prozent auf gut 10 Milliarden Euro. Beim Gewinn gehen sie mit 758 Millionen Euro von einem ähnlich starken Plus von 3,4 Prozent aus. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten dürfte zwischen Juli und September hingegen auf 1,9 Milliarden Euro sinken - ein Minus von 3,0 Prozent. Ein etwas stärkerer Rückgang von 5,3 Prozent dürfte sich laut den Analysten beim Gewinn vor Zinsen, Steuern (Ebit) sowie vor Sonderposten mit 1,25 Milliarden Euro ergeben. Das liegt vor allem an der kostspieligen Einführung neuer Pharmaprodukte.


DER AKTIONÄR ist durchaus zurversichtlich, was die weitere Entwicklung der Bayer-Aktie angeht. Auch charttechnisch sieht der Wert weiterhin vielversprechend aus. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 90 Euro investiert.


(Mit Material von dpa-AFX)

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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