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- DER AKTIONÄR

BASF vor der Übernahme? Die Experten bleiben gelassen

Die Aktie von BASF geriet im heutigen Handel unter Druck, nachdem darüber spekuliert wurde, ob der Chemieriese ein Übernahmeangebot für den US-Konkurrenten DuPont abgeben könnte. Die Analysten bleiben diesbezüglich hingegen gelassen und rechen eher nicht mit einer derartigen Transaktion.

Experten gehen nicht davon aus, dass der Chemieriese BASF für den US-Konkurrenten Dupont bieten wird, um dessen Zusammenschluss mit Dow Chemical zu verhindern. "Ich halte das für unrealistisch", sagte ein Insider am Montag. Mit der Information, dass BASF einen solchen Schritt erwäge, habe jemand "aus Eigennutz" versucht, den Börsenwert von Dupont zu "pushen", sagte ein anderer. "Ich glaube nicht, dass aktuell was dran ist." Dupont und Dow Chemical wollen zum weltgrößten Chemiekonzern fusionieren, der dann in drei börsennotierte Unternehmen aufgespalten werden soll.

„Nicht genug Mittel“
Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Freitagabend berichtet, der DAX-Konzern arbeitete mit Beratern und Banken zusammen, um die Optionen und den möglichen Wert eines Gegenangebotes zu untersuchen. Das US-Analysehaus Bernstein Research teilte unterdessen mit, zwar wäre ein Zusammenschluss von BASF und Dupont strategisch sinnvoll - BASF sei aber wohl zu spät dran und hätte auch nicht genug Mittel.

Ziel: 95 Euro
Equinet-Analyst Michael Schäfer betonte, ein Angebot zur Verhinderung der Fusion von Dupont und Dow Chemical würde den deutschen Chemiekonzern zu viel kosten. Die Möglichkeit einer Offerte sollte nun auf der Aktie lasten. Aus Sicht des Experten wäre es für BASF besser, mit den Plänen zu warten, bis nach der geplanten Fusion der US-Konzerne ein separates Agrochemie-Unternehmen entstehen sollte. Die BASF-Aktie stuft Schäfer indes weiterhin mit "Accumulate" ein und sieht das Kursziel bei 95 Euro.

 

Abwarten ist angesagt
DER AKTIONÄR glaubt zwar auch nicht an einen Zukauf von BASF, dennoch könnten die Spekulationen darüber den Kurs immer wieder belasten. Anleger sollten daher vorerst weiter an der Seitenlinie verharren.
(Mit Material von dpa-AFX)

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