BASF
- Maximilian Völkl

BASF: Risiko hoch, Aktie teuer – ist das wahr?

Seit Monaten pendelt die BASF-Aktie bereits im Bereich zwischen 65 und 72 Euro. Nach den Zahlen in der vergangenen Woche hat sich daran zunächst nichts geändert. Im freundlichen Marktumfeld nähert sich der DAX-Titel am Montag aber der oberen Begrenzung des Seitwärtskorridors. Die Experten sind sich allerdings nicht sicher, ob der Ausbruch wirklich gelingt.

Das US-Analysehaus Bernstein Research bleibt jedenfalls skeptisch. Analyst Jeremy Redenius hat BASF von „Market-Perform“ auf „Underperform“ abgestuft und das Kursziel von 71 auf 62 Euro gesenkt. Er sieht strukturelle Risiken für den Chemiekonzern. Wegen der allgegenwärtigen Überkapazitäten in der Chemiebranche sei das Wachstum von Absatz, Gewinnen und freiem Mittelzufluss niedriger als erwartet. Zudem seien die Aktien im Vergleich zur Branche teuer.

Insgesamt rät die Mehrheit der von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten allerdings weiter zum Kauf der Aktie. 13 Kaufempfehlungen stehen zu Buche, während das Votum achtmal „Verkaufen“ lautet. Zudem raten zwölf Experten dazu, den Titel zu halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt dabei bei 73,42 Euro und damit knapp fünf Prozent über dem aktuellen Kursniveau.

Attraktive Aktie

DER AKTIONÄR bleibt optimistisch für die weitere Entwicklung von BASF. Mittel- bis langfristig sind die Aussichten gut, die Bewertung ist entgegen der Aussagen des Bernstein-Analysten moderat. Mit einem KGV von 15 ist der Konzern im Peer-Group-Vergleich nicht teuer. Zudem winkt eine attraktive Dividendenrendite von über vier Prozent. Der Stoppkurs sollte bei 58 Euro belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

Das Tao des Kapitals

Autor: Spitznagel, Mark
ISBN: 9783864702945
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 03.03.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Regierungen, die überregulieren, Zentralbanken, die Wirklichkeiten am Markt verzerren. Der Investment-Ansatz der Österreichischen Schule meint seit 150 Jahren: Die Menschen verdienen etwas Besseres.
Er befürwortet sich selbst regulierende Märkte, in denen freie Menschen in einer freien Gesellschaft interagieren. Mark Spitznagel, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Investoren unserer Tage, verbindet in »Das Tao des Kapitals« die zentralen Elemente des zeitlosen Investment-Modells »Privateigentum, freie Märkte, stabile Währung und eine liberale Gesellschaft« mit den Gedanken des Taoismus. So wie sich der Mensch im Taoismus an die Gegebenheiten anpassen soll, so sollte auch der Investor den Märkten freien Lauf lassen – und die Früchte seiner Geduld ernten. Spitznagel weist in seinem Ansatz des Austrian Investing den Weg.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Die Dividende steigt erneut

Der Chemieriese BASF hat seine Zahlen für das vierte Quartal des abgelaufenen Jahres vorgelegt. Nachdem in den Vorjahren der Ölpreisverfall den Konzern noch deutlich belastete, machten sich nun das höhere Ölpreisniveau sowie die verbesserte Lage in der Chemiebranche positiv im Ergebnis des … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: 5 Fakten zur Dividende

In wenigen Wochen nimmt die Dividendensaison bei den meisten DAX-Konzernen richtig Fahrt auf. Die Anteile des Ludwigshafener Chemieriesen BASF sind dabei bei Privatanlegern traditionell sehr gefragt. DER AKTIONÄR zeigt daher nun fünf der wichtigsten Fakten zur Dividendenzahlung bei BASF auf. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: 105 oder 64 Euro?

Die Aktie von BASF hat im gestrigen Handelsverlauf – wieder einmal – ein neues 52-Wochen-Hoch markiert. Geht es nach den Analysten von JPMorgan, so haben die Anteilscheine des weltgrößten Chemieproduzenten noch reichlich Luft nach oben. Für die Experten von Bernstein sieht die Sache hingegen ganz … mehr