BASF
- Thorsten Küfner - Redakteur

BASF: Brexit? Keine Panik!

BASF-Vorstandschef Kurt Bock hat mit Bedauern auf das britische Votum für einen EU-Austritt reagiert. Grund zur Panik besteht allerdings nicht. Bock betonte: "Die Entscheidung hat Unsicherheit für Märkte, Unternehmen und Haushalte zur Folge. Es sollte daher im Interesse beider Seiten liegen, möglichst schnell zu klären, in welcher Form die Europäische Union und das Vereinigte Königreich in Zukunft zusammenarbeiten werden."

Das Vereinigte Königreich bleibe für BASF ein wichtiger Markt, ergänzte Bock. "Nach wie vor sind wir überzeugt, dass Großbritannien und Nordirland innerhalb der EU besser gestellt wären". BASF respektiere aber die Entscheidung der Briten. Der Konzern beschäftigt im Vereinigten Königreich nach eigenen Angaben rund 1.300 Mitarbeiter und betreibt 10 Produktionsstandorte. Der Umsatz mit Kunden in der Region lag im vergangenen Jahr bei 2,6 Milliarden Euro.

Aktie bleibt attraktiv
Die 2,6 Milliarden Euro entsprachen lediglich einem Anteil von 3,7 Prozent des Gesamtumsatzes. Zudem sollte ohnehin nicht davon ausgegangene werden, dass dieser Umsatz BASF nun komplett verloren geht oder er dramatisch einbrechen wird. Die mittel- bis langfristigen Aussichten für das Qualitätsunternehmen bleiben insgesamt gut, die DAX-Titel sind moderat bewerten und bieten eine satte Dividendenrendite von 4,3 Prozent.

Da die wichtigen langfristigen Unterstützungen erneut gehalten haben, stehen die Chancen für eine Gegenbewegung nicht schlecht. Mutige Anleger können zugreifen. Der Stopp sollte bei 55,50 Euro belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Todesstoß für die Rallye?

Nach einer sehr starken Kursentwicklung befinden sich die Anteilscheine des weltgrößten Chemieproduzenten BASF aktuell in einer Konsolidierungsphase. Zusätzlicher Gegenwind könnte nun von der US-Ratingagentur Fitch kommen, die den Ausblick für die Bonität von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt hat. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Lohnt sich das?

BASF-Chef Kurt Bock scheint im monatelangen Poker in der Chemiebranche sein Ziel erreicht zu haben. Denn der Chemiekonzern könnte sich das Saatgutgeschäft von Bayer einverleiben – sofern die Leverkusener grünes Licht für die Übernahme von Monsanto erhalten. Ein Schnäppchen ist die Sparte allerdings … mehr
| Marion Schlegel | 0 Kommentare

Bayer-BASF-Deal: Der Gewinner der Analysten

Im Zuge der geplanten Übernahme von Monsanto will Bayer große Teile seines Geschäfts mit Saatgut- und Unkrautvernichtungsmitteln an BASF verkauft. Der Kaufpreis soll der Vereinbarung der beiden Unternehmen zufolge bei 5,9 Milliarden Euro in bar liegen. Die Bayer-Aktie hat angesichts des finanziell … mehr