Barrick Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold: Das überzeugt

Der weltgrößte Goldproduzent Barrick Gold kann mit den Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal überzeugen. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn liegt der Konzern über den Schätzungen der Analysten. Barrick hat im abgelaufenen vierten Quartal bereinigt 0,15 Dollar je Aktie verdient. Auch der Ausblick dürfte vom Markt positiv aufgenommen werden.

Barrick hat gestern nach Handelsschluss seine Zahlen für das abgelaufene Jahr bekannt gegeben. Demnach hat der weltgrößte Goldproduzent im abgelaufenen Jahr 6,25 Millionen Unzen Gold produziert. Die All-in Sustaining Costs (AISC) lagen bei 864 Dollar je Unze – im Branchenvergleich gehört der Konzern damit zu den günstigsten Produzenten. Für das laufende Jahr prognostiziert Barrick die Produktion von 6,2 bis 6,6 Millionen Unzen bei AISC von 860 bis 895 Dollar je Unze. Und das Wichtigste: Auf dem aktuellen Goldpreisniveau rechnet Barrick mit einem positiven Free-Cash-Flow. Dazu will sich der Konzern in Zukunft deutlich dezentraler aufstellen.

Gute mittelfristige Prognose


Die Aktie konnte gestern nachbörslich noch einmal zulegen. Die Anleger honorieren damit auch den mittelfristigen Ausblick. Bis 2017 will Barrick weiter über sechs Millionen Unzen Gold produzieren. Die AISC sollen dabei unter den Kosten in diesem Jahr liegen. Dazu sollen dann auch die vier Projekte beitragen, für die Barrick in diesem Jahr noch eine Machbarkeitsstudie fertigstellen will.

Bei aller Euphorie über die Zahlen sollten Anleger aber nicht vergessen, dass Barrick nach wie vor hochverschuldet ist. Die Nettoschulden liegen im Bereich von zehn Milliarden Dollar. Um beim Schuldenabbau voran zu kommen, muss Barrick einen positiven Free-Cash-Flow generieren. Und dazu muss auch der Goldpreis mitspielen. Auch wenn die niedrigen AISC einen hohen Spielraum suggerieren, darf man nicht vergessen, dass ein Goldpreisrückgang sich deutlich negativ auf die Free-Cash-Flow-Erwartung und damit auf den Schuldenabbau auswirken würde. Was heißt das für den Anleger? Keine Frage: Barrick ist bemüht, die Fehler der Vergangenheit wieder wett zu machen und kommt dabei auch Schritt für Schritt voran. Dennoch lasten die Schulden auf dem Unternehmen. Investierte Anleger sollten an Bord bleiben – allerdings ist ein Stoppkurs mit Blick auf die Gefahren beim Goldpreis unerlässlich.

Wer Interesse hat, kann auch gerne bei Facebook unter www.facebook.com/busslersgoldgrube vorbeischauen und rund um das Thema Gold und Silber mitdiskutieren.

 

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| Tamara Bauer | 0 Kommentare

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