Barrick Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold: Das Jahr der Bullen

Die Lage bessert sich. Langsam. Aber die Bullen dürfen hoffen. Trotz eigentlich schlechter Zahlen hat die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold gestern im US-Handel die 20,00-Dollar-Marke überwinden können. Offensichtlich sind mittlerweile alle schlechten Nachrichten eingepreist. Der Markt honoriert die niedrigeren Produktionskosten.

Barrick rechnet im laufenden Jahr mit einem zehn Prozent niedrigeren Ausstoß. Dies liegt vor allem daran, dass das Unternehmen zahlreiche Projekte verkauft hat – und sicherlich noch einige verkaufen wird. Barrick Gold trennt sich derzeit konsequent von Minen mit hohen Produktionskosten und stellt sich so auf den niedrigeren Goldpreis ein.

Konservative Schätzungen

Zudem liegt das Prestigeprojekt Pascua-Lama auf Eis. Damit sinken die Investitionskosten um 50 Prozent. Zudem ist man beim Management deutlich konservativer geworden: Die Reserven werden nur noch mit einem durchschnittlichen Goldpreis von 1.100 Dollar berechnet. Zuvor rechnete der Vorstand noch mit 1.500 Dollar. Nichtsdestotrotz bleibt CEO Jamie Sokalsky grundsätzlich bullish für den Goldpreis. „Auch wenn wir langfristig bullish für die Preise bleiben, ist die Realität, dass unser Geschäft zyklisch ist“, sagte er anlässlich der Präsentation der Zahlen. „Und wir müssen bei jedem Preisniveau Geld verdienen.“

 

Derzeit konzentriert sich Barrick auf Projekte, bei denen die Produktionskosten niedrig sind. Das heißt: Höhere Margen sind dem Unternehmen derzeit wichtiger als Umsatzwachstum. Im laufenden Jahr dürfte Barrick Schätzungen zufolge nur etwa 6,5 Millionen Unzen Gold produzieren – zehn Prozent weniger als im abgelaufenen Jahr. Die All-in-Cashkosten sollten im laufenden Jahr zwischen 920 und 980 Dollar liegen. Bei einem aktuellen Goldpreis von rund 1.300 Dollar ergäbe sich damit eine komfortable Marge für Barrick Gold.

DER AKTIONÄR sieht sich in seiner positiven Einschätzung bestätigt. Dass die Zahlen schwach ausfallen würden, war keine Überraschung. Der deutliche Kurssprung der Aktie untermauert die Einschätzung, dass der Minensektor vor einer Erholung steht. Die Aktie von Barrick Gold bleibt als größter Player auf dem Markt ein Top-Pick.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Barrick Gold: Eine neue Hoffnung

Barrick Gold erzielte im zweiten Quartal einen Gewinn von mehr als einer Milliarde Dollar. Das ist im Vergleich zum Vorjahr fast eine Verzehnfachung. Allerdings sollte man sich nicht allzu sehr von dieser Zahl blenden lassen, da 882 Millionen Dollar aus Verkäufen von Minen- und Projektanteilen … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Absoluter Irrsinn!

Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold liegt stark unter Beschuss. Die Probleme kommen wieder einmal aus Tansania. Barrick hält nach wie vor über 60 Prozent an Acacia Mining. Und Acacia befindet sich in einem Streit mit der Regierung Tansanias. Der jüngste Schachzug der Regierung … mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Mega-Projekt mit Problemen

Etwas überraschend gab der weltgrößte Goldproduzent Barrick Gold gemeinsam mit seinem Joint-Venture-Partner Novagold eine Presseerklärung heraus. Demnach prüft man, ob das riesige Donlin-Projekt in Alaska kostengünstiger umgesetzt werden kann. Dazu wird ein neues Bohrprogramm aufgelegt. mehr
| Markus Bußler | 0 Kommentare

Barrick Gold: Enttäuschung!

Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold ist nachbörslich um rund 3,5 Prozent eingeknickt. Der Grund: Der Konzern kann mit den Q1-Zahlen nicht überzeugen. Der Gewinn lag im ersten Quartal bei 0,14 Dollar je Aktie – und damit 0,06 Dollar unter den Analystenschätzungen. Auch beim Umsatz … mehr