Manz
- Michael Schröder - Redakteur

Bankhaus Lampe: 6 Top-Picks der Deutschlandkonferenz

Auf der vom Bankhaus Lampe veranstalten 6. Deutschlandkonferenz haben sich in Baden Baden 45 Konzerne ausgewählten Investoren präsentiert. Die meisten Unternehmen bestätigten die konjunkturell guten Aussichten, die weiter durch den schwachen Euro und teilweise auch durch niedrige Rohstoffkosten gestützt werden. In einer entsprechenden Studie hat das Institut daraus sechs Top-Picks vorgestellt.

Bei vielen Unternehmen sei die gute Geschäftslage bereits in der Bewertung reflektiert, heißt es in der Studie vom Bankhaus Lampe. Dennoch sehen die Analysten bei einigen der präsentierenden Unternehmen signifikantes Upside-Potenzial mit klaren unternehmensspezifischen Katalysatoren. Die sechs Lampebank-Top-Picks mit Kurzbegründung im Überblick:

Drillisch: Das Exekutionsrisiko der Strategie von Drillisch ist aus unserer Sicht durch Akquisitionen und den Aufbau neuer Vertriebswege weiter gesunken. Wir erhöhen unser Kursziel von 39 auf 44 Euro und bestätigen unsere Kaufempfehlung.

Grammer: Das Unternehmen überzeugt mit profitablem Wachstum in dem häufig als Commodity belächelten Interior-Bereich des Automobils. 2015 dürfte noch ein Capexlastiges Übergangsjahr werden, ab 2016 sollten die Früchte der Investitionen der vergangenen Jahre geerntet werden können.

Hella: Mit dem Produktportfolio Elektronik/Licht, das von den Trends zu zunehmenden elektronischen Inhalten (Treiber: Sicherheit, Komfort, Umwelt) im Auto sowie Einführung von LED-Licht im Auto (Treiber: Design, CO2-Einsparungen, verbesserte Sicht) profitiert, ist u. E. Hella gut aufgestellt, um deutlich stärker als der Markt zu wachsen.

Indus Holding: Indus ist gut in das Jahr 2015 gestartet und befindet sich aktuell in Verhandlungen bezüglich der Übernahme mehrerer Unternehmen, was allerdings auch die Enkelebene einbezieht. Der niedrige Euro begünstigt eine Vielzahl von Beteiligungsunternehmen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass ein neues Rekordergebnis erzielt wird. Wir erhöhen unser Kursziel von 45 auf 56 Euro.

Manz: Insgesamt fühlen wir uns bei Manz in unserer Ansicht bestätigt, dass noch im zweiten Quartal positiver Newsflow anstehen dürfte: weitere Batterieaufträge, noch immer mögliche Aufträge für ein neues Feature beim direkten Smartphone-Kunden sowie evtl. auch der lang ersehnte Solar-Auftrag.

Ströer: Wir gehen bei Ströer von einem weiteren Ausbau des Digital-Bereiches basierend auf Akquisitionen aus, wobei wir insbesondere durch den Zukauf von Content (Webseiten) eine Steigerung der Marge im Digital-Bereich erwarten. Der am 29. April in Berlin stattfindende Capital Markets Day dürfte sich auf das Thema Digital fokussieren.

 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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