Alibaba
- Jonas Groß - Volontär

Alibaba vor dem Tag des Jahres – Angriff auf Amazon!

9,34 Milliarden Dollar Umsatz. Einige Unternehmen erreichen diese Zahlen nicht einmal auf Jahressicht. Doch der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba generiert diese Erlöse an einem einzelnen Tag. Und zwar am 11. November. An diesem Tag findet in China der Singles Day statt, eine Art Anti-Valentins-Tag für Alleinstehende. Alibaba machte daraus 2009 ein kommerzielles Riesenevent. Chinesische Unternehmen locken mit bis zu 50-prozentigen Rabatten. Doch dieses Jahr gerät Alibaba aufgrund einer neuen Strategie ins Kreuzfeuer der Justiz.

Beschwerde eingereicht

Konkurrent JD.com hat bei chinesischen Behörden eine Beschwerde gegen Alibaba auf Grund von Wettbewerbsverzerrungen eingereicht. Das Unternehmen soll seine große Marktmacht genutzt haben, um Druck auf Händler auszuüben, nicht an den Aktionen von JD.com am Singles Day teilzunehmen. Gerüchten zufolge habe Alibaba Verkäufern mit drastischen Strafen gedroht, falls sie bei Events von JD mitmachen. Das Unternehmen widerspricht den Anschuldigungen. „JD macht nur Panik, weil sie verlieren“, sagte ein Alibaba-Sprecher. „Wir bieten unseren Kunden ein überlegenes Verkaufserlebnis. Damit kann JD nicht mithalten.“

Druck auf Amazon soll steigen

Doch es gab auch positive Neuigkeiten für die Alibaba-Aktionäre. Wie Bloomberg berichtet, will das Unternehmen 80 Millionen Dollar in die Smartphone-App Boxed Wholesale investieren, mit der man Lebensmittel bestellen kann. Unternehmensinsider gaben an, dass Alibaba dadurch den Druck auf Amazon im US-Heimatmarkt verstärken will und den Amerikanern signifikante Markanteile wegnehmen will. Bereits im Frühjahr investierte Alibaba in den Amazon-Konkurrenten Jet.com. Das Unternehmen bietet freie Lieferung von Lebensmitteln ohne eine Mitgliedschaft an.

 

Kaufen!

Die Alibaba-Aktie reagierte kaum auf die Neuigkeiten. Seit Ende September konnte die Aktie 50 Prozent an Wert gewinnen und somit die elfmonatige Talfahrt beenden. Das Chartbild lieferte in den letzten Wochen zahlreiche Kaufsignale. Anleger können noch auf den Zug aufspringen. DER AKTIONÄR hält den Titel in seinem Depot 2030.

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