KUKA
- Werner Sperber - Redakteur

Aktien-Experten: Die Chance bei KUKA nutzen

Die Fachleute des Austria Börsenbrief fassen zusammen: Die Midea Group hat nun auch offiziell das Übernahmeangebot für KUKA abgegeben und die Politiker werden wohl tatenlos bleiben. Das chinesische Haushaltsgeräte-Unternehmen offeriert 115 Euro für den deutschen auf Industrieroboter spezialisierten Konzern. Dieser Preis ist so hoch, ein Gegenangebot von einer weiteren Firma ist deshalb unwahrscheinlich. Aktionäre von KUKA haben bis Mitte Juli Zeit, das Angebot anzunehmen, wobei Midea die Bedingung stellt, mindestens 30 Prozent der Aktien angeboten und einige behördliche Genehmigungen zu bekommen. Die Bedingung der 30 Prozent dürfte aufgrund des sehr attraktiven Preises wohl erreicht werden. Allerdings bleibt unklar, ob und bis wann die behördlichen Genehmigungen auf dem Tisch liegen. Erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, erhalten Anleger die 115 Euro je Aktie gutgeschrieben. Wie in der Angebotsunterlage ausgeführt wird, könnte sich das im ungünstigen Fall durchaus bis Ende März 2017 verzögern.

Beim aktuellen Börsenkurs von KUKA ergibt sich dennoch ein Aufwärtspotenzial von rund acht Prozent bis zum Angebotspreis. Im aktuellen Zinsumfeld ist das selbst für eine Wartezeit von einem Dreivierteljahr durchaus attraktiv. Die Arbitrage-Möglichkeit, die Aktie jetzt zu kaufen und Midea zu 115 Euro anzudienen, erscheint den Fachleuten des Austria Börsenbrief deshalb wegen eines überdurchschnittlichen Chance/Risiko-Profils als interessant. Allerdings sollten auch das nur risikobereite Anleger machen, denn es gibt viele Unwägbarkeiten: Midea ist ein chinesischer Bieter, Politiker könnten doch noch aktiv werden, die Kartellbehörden verbieten die Übernahme oder stellen Bedingungen, außenhandelsrechtliche Probleme… .

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