Aixtron
- Michael Schröder - Redakteur

Aixtron: Startschuss gefallen

Kurzarbeit in einem Werk des schweizerischen Chip-Zulieferers VAT Group hat in der vergangenen Woche die gesamte europäische Halbleiterbranche belastet. In ihrem Sog gerieten auch die Aktien von Aixtron unter Druck. Zum Wochenschluss meldete sich der Kurs zurück.

Die VAT Group, ein Hersteller von Vakuumventilen, reagierte mit der Kurzarbeit für einige Mitarbeiter auf eine schwächere Nachfrage nach Produktionsanlagen aus der Halbleiterindustrie. Pessimisten werten diese Maßnahme als Indiz für einen nachlassenden Investitionszyklus in der weltweiten Halbleiterbranche. Auch Goldman Sachs sieht den Höhepunkt des Wachstumspotenzials der Branche überschritten. Bei Speicherchips gebe es ein Überangebot, so die Analysten.

Für den AKTIONÄR überwiegen auf dem aktuellen Niveau dagegen die Chancen. Nach dem deutlichen Kursrückgang, für 2017 steht ein Minus von über 30 Prozent zu Buche, und einem durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstum von über 35 Prozent ist die Bewertung mit einem 2019er-KGV von 26 keinesfalls zu hoch. Die nächsten belastbaren Zahlen gibt es am 30. Oktober.

Erste Leerverkäufer reduzieren ihre Position bereits. Aus charttechnsicher Sicht wird es nun ebenfalls spannend: Im Rahmen der jüngsten Abwärtsbewegung trifft die Aktie auf eine wichtige horizontale Unterstützung bei acht Euro. Prallt der Kurs in diesem Bereich nachhaltig nach oben ab und überwindet den kurzfristigen Abwärtstrend bei aktuell 9,20 Euro, dann wäre Luft für eine Gegenbewegung bis in den Bereich um zehn Euro, später auch bis 11,50 Euro. Bricht die Aktie dagegen nach unten durch, wartet die nächste größere Haltemarke erst bei 6,50 Euro.

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