Air Berlin
- Marion Schlegel - Redakteurin

Air Berlin-Aktie: Es tut sich etwas

Die arabische Fluggesellschaft Etihad rückt ihrem Einstieg bei der kriselnden italienischen Fluglinie Alitalia näher. Derzeit finde die Prüfung der Alitalia-Bücher statt, sagte Etihad-Chef James Hogan am Montag in Abu Dhabi. Der italienischen Zeitung "La Repubblica" zufolge haben die Araber ihre Pläne bereits der italienischen Regierung vorgelegt. Darin enthalten sei eine Zusammenarbeit mit der ebenfalls angeschlagenen deutschen Fluggesellschaft Air Berlin, an der die Araber mit knapp 30 Prozent beteiligt sind.

 

Auch Air-Berlin-Gespräche mit Fortschritten

Etihad wolle bis zu 350 Millionen US-Dollar in die italienische Fluglinie stecken. Dem Bericht zufolge soll Alitalia bei einem Einstieg der Araber verstärkt auf das Langstreckengeschäft setzen. Das Flugangebot innerhalb Europas solle dagegen um ein Fünftel schrumpfen.Alitalia steckt seit Jahren in den roten Zahlen. Nachdem die Gesellschaft 2013 kurz vor dem Aus gestanden hatte, rettete eine Kapitalerhöhung durch die staatliche Post, Banken und andere Investoren den laufenden Betrieb. Für eine langfristige Perspektive sucht das Unternehmen nach einem Partner.

Etihad hatte in der Vergangenheit bereits Air Berlin mit frischem Geld aus der Patsche geholfen. Derzeit arbeitet die deutsche Fluglinie an einer weiteren Finanzspritze, die laut Medienberichten ebenfalls von Etihad kommen soll. Gespräche zu Air Berlin befänden sich in der Endphase, sagte Hogan. Unterdessen nimmt die EU-Kommission die Beteiligung der Araber an Air Berlin unter die Lupe.

 

Für Kleinanleger nichts zu holen

Derzeit werden mehrere Szenarien gehandelt, Air Berlin von der Börse zu nehmen. Kleinaktionäre dürften in jedem Fall wohl die Verlierer sein. Ein Einstieg bei Air Berlin ist deswegen mit enorm hohen Risiken verbunden. Im Falle einer Übernahme rechnet DER AKTIONÄR nicht mit einem nennenswerten Aufschlag. Mehr als das Pflichtgebot von knapp 2,08 Euro dürfte dabei nicht herausspringen. Ein Delisting ist auch ohne Abfindung für Kleinaktionäre möglich.

(Mit Material von dpa-AFX)

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