Air Berlin
- Thorsten Küfner - Redakteur

Air Berlin: Ganz üble Zahlen – Rettung durch die Lufthansa?

Die angeschlagene Fluglinie Air Berlin hat heute die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres veröffentlicht. Und was die zweitgrößte deutsche Airline vorgelegt hat, dürfte Anleger, welche die Aktie in der Hoffnung auf eine baldige Übernahme durch die Lufthansa im Depot haben, besorgen.

Denn Air Berlin meldete einen Nettoverlust von 300,1 Millionen Euro – nach 188,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Eigenkapital des Konzerns sank von -1,47 auf -1,78 (!) Milliarden Euro. Zur kompletten Unternehmensmeldung. Um dies noch einmal ganz klar festzuhalten: Ohne die finanzielle Unterstützung durch Etihad wäre die Fluglinie nicht mehr überlebensfähig!

Übernahme sehr fraglich
Es dürfte spannend werden, ob Etihad nach den enormen finanziellen Mitteln, die man bereits in Air Berlin gesteckt hat, nun auch noch (wie von Lufthansa-Chef Carsten Spohr gefordert) die restlichen Schulden übernimmt. Zudem wäre eine Übernahme durch die Lufthansa auch aus kartellrechtlicher Sicht sehr fraglich, da beide Gesellschaften zusammen in Deutschland auf einen Marktanteil von fast 70 Prozent kommen.

Zockerei statt Geldanlage
DER AKTIONÄR hält weiterhin an seiner Einschätzung fest: Es besteht zwar natürlich die Möglichkeit, dass die Aktie von Air Berlin erneut innerhalb kurzer Zeit wieder kräftig steigt, sich womöglich sogar verdoppelt. Mit Geldanlage hat dies allerdings wenig zu tun. Wer Spaß am Nervenkitzel hat, kann auf Air Berlin wetten, wer sein Kapital langfristig orientiert anlegen will, setzt eher auf Ryanair.

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