KUKA
- Werner Sperber - Redakteur

Austria BB: Die KUKA-Übernahme wird kommen

Die Spezialisten des Austria Börsenbrief verweisen auf die Beurteilung des Übernahmeangebots der Midea Group durch das Management von KUKA. Demnach seien Vorstand und Aufsichtsrat von KUKA nach sorgfältiger Prüfung zum Schluss gekommen, „dass das Angebot im Sinne des Unternehmens, seiner Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter ist“. Damit wird eine Annahmequote über dem von Midea gesteckten Mindestziel von 30 Prozent sehr wahrscheinlich. Politischen Bedenken werden gemildert, weil es eine Investoren-Vereinbarung zwischen dem chinesischen Unternehmen und dem auf Roboter spezialisierten Konzern gibt, wonach Midea KUKA bis zum Jahr 2023 weitreichende Zugeständnisse wie Standort- und Beschäftigungsgarantien, sowie den Verzicht auf einen Beherrschungsvertrag oder ein Delisting einräumt. Midea verspricht auch die Unabhängigkeit des Vorstandes unter dem Vorsitzenden Till Reuter sowie die eingeleitete Wachstumsstrategie zu unterstützen. Diese Vereinbarung gilt zusätzlich zu der bereits im Übernahmeprospekt angebotenen „Abschirmungsvereinbarung“, mit der die gewerblichen Schutzrechte sowie die Kundendaten vom Zugriff von Midea und Dritten geschützt werden. Ein weiteres Übernahmeangebot durch einen Dritten sowie Widerstand von Politikern und Bürokraten wird durch all das unwahrscheinlicher.

Die Spezialisten des Austria Börsenbrief raten deshalb weiter dazu, die Aktie jetzt zu kaufen und Midea zu dem höheren Angebotspreis von 115 Euro anzudienen.

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