Kann der DAX-Konzern Bayer doch noch Asundexian zur Zulassung führen und eine Blockbuster-Chance wahren? Nachdem das als Xarelto-Nachfolger gehandelte Prüfpräparat einst im November 2023 in der OCEANIC-AF-Studie bei Patienten mit Vorhofflimmern und Schlaganfallrisiko scheiterte, wollen die Leverkusener nun weitere detaillierte Daten zum Einsatz als Mittel zur Schlaganfall-Prophylaxe vorstellen.
Bayer nutzt dabei die Bühne der International Stroke Conference (ISC) 2026 in New Orleans, die vom 4. bis 06. Februar stattfindet. Im Rahmen von zwei Late-Breaking-Sessions wird das Unternehmen am heutigen Donnerstag weitere wichtige Erkenntnisse zur Studie mit der Öffentlichkeit teilen. An der OCEANIC-STROKE-Studie mit Asundexian haben weltweit über 12.300 Patienten partizipiert.
Bereits im November 2025 teilte Bayer mit, die primären Wirksamkeits- und Sicherheitsendpunkte erreicht zu haben. Die heutigen Daten werden weiteren Aufschluss darüber geben, welchen Nutzen Asundexian bei der Schlaganfallprävention hat.
Die Analysten von Barclays, die die Bayer-Aktie derzeit mit "Overweight" und einem Kursziel von 50 Euro einstufen, haben den Wirkstoff mit 3,00 Euro im Bewertungsmodell integriert. Charles Pitman-King schreibt vor dem Event von einem "günstigen" Chance-Risiko-Verhältnis.
Asundexian könnte im Erfolgsfall eine weitere Umsatzsäule im Pharma-Portfolio von Bayer werden, wenngleich das Spitzenumsatzpotenzial vor dem Scheitern der OCEANIC-AF-Studie im November 2023 deutlich höher gewesen ist. Bei einstigen Top-Seller Xarelto, ebenfalls ein Gerinnungshemmer, sehen sich die Leverkusener mit generischem Preisdruck konfrontiert.
Der Kapitalmarkt dürfte bereits positive detaillierte Asundexian-Studiendaten eingepreist haben. Eine Enttäuschung heute Abend sollte hingegen dann negative Spuren im Aktienkurs hinterlassen. Die Luft wird beim DAX-Wert nach dem Run zuletzt etwas dünner, Anleger bleiben beim Discount-Call mit der WKN UG8QQ9 mit einem deutlich ins Geld gezogenen Stopp bei 1,70 Euro an Bord.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
Heute, 12:30