Die Aktie der Volkswagen-Nutzfahrzeuge-Tochter Traton steht am heutigen Dienstag kräftig unter Druck. Mit einem Minus von gut vier Prozent zur Mittagszeit gehören die Papiere neben Carl Zeiss Meditec und Hochtief zu den drei schwächsten Titeln des Tages im MDAX. Auch eine wichtige Unterstützung wurde wieder unterschritten.
Nach Vorlage der Verkaufszahlen für das vierte Quartal 2025 verzeichnet die Traton-Aktie deutliche Verluste. Aktuell notiert das Papier bei 29,08 Euro. Eine schwache Nachfrage hat die VW -Nutzfahrzeugholding auch am Ende des Jahres 2025 belastet. Der Absatz sank im vierten Quartal im Jahresvergleich weltweit um 8,8 Prozent auf 81.000 Fahrzeuge, wie das Unternehmen mitteilte. Im Gesamtjahr steht damit ein ähnlich hoher Rückgang von 8,6 Prozent auf rund 305.600 Fahrzeuge zu Buche. Damit lag man allerdings leicht über den Markterwartungen von rund 303.100 Einheiten. Für das laufende Jahr zeichnet sich jedoch ein schwierigeres Umfeld ab. Vor allem die Unsicherheit rund um mögliche US-Importzölle könnte den Konzern zusätzlich belasten. Der nordamerikanische Markt gilt derzeit ohnehin als problematisch. Und auch die Konjunkturschwäche in Europa wirkt noch nach.
Auch ein vorsichtig zuversichtlicher Kommentar der Schweizer Großbank UBS hilft hier nicht. Analyst Andre Kukhnin ging in seiner am Dienstag veröffentlichten Branchenstudie auf die möglichen Folgen der neuen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump für die europäische Investitionsgüterbranche ein. Nach seiner Einschätzung lassen sich mögliche Zölle von 10 bis 25 Prozent durch vergleichsweise moderate Preisanpassungen auffangen, da Unternehmen des Sektors solche Belastungen in der Vergangenheit meist erfolgreich weiterreichen konnten. Gleichzeitig warnte der Analyst jedoch vor den Risiken einer wechselseitigen Eskalation.
Mit dem heutigen Kurseinbruch ist die Aktie von Traton wieder unter die 200-Tage-Linie zurückgefallen. Damit hat sich das Chartbild wieder klar eingetrübt. Auch die Aktie der Mutter Volkswagen bleibt angeschlagen. Sie notiert aber noch knapp über der wichtigen 200-Tage-Linie. Fundamental muss Volkswagen in jedem Fall aufs Gaspedal treten. Anleger bleiben derzeit an der Seitenlinie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..
Heute, 13:07