Elon Musk tritt nach Jahren des Boykotts auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos auf. Dort liefert er klare Zeitpläne zu entscheidenden Tesla-Projekten. Der Autobauer soll schon bald ein US-weites Robotaxi-Netz betreiben, zudem rückt der humanoide Optimus-Roboter näher an den Markt.
Tesla-CEO Musk hat seinen öffentlichen Auftritt auf dem WEF genutzt, um die technologische Ausrichtung des Konzerns zu konkretisieren. Im Fokus standen autonome Fahrzeuge und humanoide Roboter. Musk stellte in Aussicht, dass Tesla bis Ende 2026 in den USA ein flächendeckendes Netz fahrerloser Robotaxis betreiben will. Der Dienst solle bis Ende dieses Jahres innerhalb der Vereinigten Staaten sehr weit verbreitet sein.
Aktuell befindet sich Tesla noch im Übergangsbetrieb. In Austin startete im Juni ein Robotaxi-Angebot mit menschlichen Sicherheitsfahrern an Bord. Später folgte ein Fahrdienst in San Francisco, bei dem die Fahrzeuge ebenfalls von Menschen gesteuert werden. Genehmigungen für Tests oder den Betrieb vollständig autonomer Fahrzeuge ohne Fahrer liegen bislang nicht vor. Der Markt ist umkämpft. Alphabet-Tochter Waymo ist in fünf US-Städten aktiv und startete zuletzt auch in Miami. Die Amazon-Tochter Zoox ist seit dem Jahr 2025 im Markt vertreten.
Humanoider Roboter Optimus für alle – ab 2027
Neben Robotaxis rückte Musk den humanoiden Roboter Optimus in den Mittelpunkt. Tesla setzt die Maschinen bereits für einfache Tätigkeiten in eigenen Fabriken ein. Bis Ende 2026 sollen Optimus-Roboter nach Musks Angaben deutlich komplexere Aufgaben übernehmen können. Ein Verkauf an die Öffentlichkeit ist schlussendlich für Ende nächsten Jahres geplant, sobald Zuverlässigkeit, Sicherheit und Funktionsumfang ausreichend hoch sind. Musk machte in Davos klar, dass autonome Systeme und Robotik künftig eine tragende Rolle für Tesla spielen sollen.
Robotaxi und Optimus sind zwei zentrale Projekte für Tesla. Da das Autogeschäft stockt, sind diese entscheidend, um künftig für Wachstum zu sorgen und die hohe Bewertung mit einem 2026er-KGV von fast 200 zu rechtfertigen. Fest steht allerdings auch: Elon Musk hat sich bei seinen Zeitplänen schon oftmals zu optimiert geäußert. DER AKTIONÄR bleibt für den Muks-Konzern dennoch optimistisch
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
Heute, 19:20