Eine herbe Enttäuschung lieferte der US-Solarmodulhersteller First Solar am Dienstag nach Börsenschluss. Nachdem zuletzt viele Vertreter aus der Energiebranche überzeugen konnten, fielen die Quartalszahlen des Konzerns schwach aus. Das Chartbild trübt sich ein, die Aktie kommt derzeit rund 15 Prozent unter die Räder.
Im vierten Quartal 2025 hat First Solar den Umsatz um 11,3 Prozent auf 1,68 Milliarden Dollar gesteigert – und damit die Erwartungen am Markt von 1,56 Milliarden Dollar deutlich übertroffen. Verantwortlich dafür sei laut Management ein Anstieg bei den Modulverkaufszahlen gewesen. Enttäuschend dagegen der Gewinn je Aktie. Dieser lag mit 4,84 Dollar deutlich unter dem Marktkonsens von 5,14 Dollar.
Im Gesamtjahr 2025 hat First Solar den Umsatz damit um 24 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar gesteigert. „Unser Wachstumskurs setzte sich 2025 mit der Inbetriebnahme unseres neuen Werks in Louisiana und der Entscheidung für den Bau einer neuen Produktionsstätte in South Carolina fort“, so CEO Mark Widmar.
Für 2026 stellt das Management nun einen Umsatz zwischen 4,9 und 5,2 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Bruttomarge soll 49,5 Prozent (zuletzt 2025: 41 Prozent) betragen und das bereinigte EBITDA sich auf 2,6 bis 2,8 Milliarden Dollar belaufen (operativer Gewinn 2025: 1,6 Milliarden Dollar). Analysten hatten sich im Vorfeld beim Ausblick etwas mehr erhofft.
Die Aktie von First Solar kommt wegen des schwachen Ausblicks am Mittwoch massiv unter Druck. Durch das prozentual zweistellige Minus geht der Blick nun eindeutig nach unten. Der Stopp bei 170 Euro droht unterschritten zu werden. Nachdem die Aktie lange besser performt hat als viele andere Branchenwerte, hat sich das Bild zuletzt gedreht. DER AKTIONÄR setzt vor allem auf den Hot-Stock SolarEdge und den AKTIONÄR-Depot-Wert SMA Solar.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der SMA Solar befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 14:58