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Tesla: 1.700 Stellen weg – Grünheide spürt Musks Sparkurs

Tesla: 1.700 Stellen weg – Grünheide spürt Musks Sparkurs
Foto: Christophe Gateau/picture alliance/dpa
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Philipp Schleu Heute, 09:14 Philipp Schleu

Teslas einzige Europa-Fabrik steht unter Druck. Statt neue Hallen in Rekordzeit hochzuziehen, dreht sich in Grünheide inzwischen alles um knallharte Effizienz. Tesla-Chef Elon Musk macht ernst mit seinem Spar-Mantra – und der Einschnitt fällt härter aus als bislang angenommen.

Laut einem Bericht des Handelsblatt, der sich auf interne Dokumente stützt, ist die Belegschaft in der „Gigafactory“ um rund 1.700 Mitarbeiter geschrumpft. Aktuell zählt der Standort noch 10.703 Beschäftigte. Das entspricht einem Rückgang von knapp 14 Prozent gegenüber dem Personalstand, der noch im Vorfeld der Betriebsratswahlen 2024 gemeldet wurde.

Der Stellenabbau kommt allerdings nicht aus heiterem Himmel. Bereits im April 2024 kündigte CEO Elon Musk an, global mehr als zehn Prozent der Belegschaft zu streichen, um die Kostenstruktur zu entschlacken.

Der Grund: Das makroökonomische Umfeld hat sich gedreht. Teures Geld und eine weltweit lahmende Nachfrage zwingen nicht nur Tesla, sondern die gesamte Industrie dazu, Margen zu sichern, statt Marktanteile um jeden Preis zu kaufen. Grünheide ist damit kein Einzelfall, sondern Symptom einer breiteren Branchen-Delle.

Tesla (WKN: A1CX3T)

Paradoxerweise reagiert die Tesla-Aktie auf die operativen Bremsspuren relativ gelassen. Entsprechend abgebrüht zeigen sich die Anleger. Während das klassische Autogeschäft an Dynamik verliert, stützt sich die Bewertung zunehmend auf Musks Versprechen einer autonomen Zukunft. Robotaxis, KI und Software sollen die neuen Gewinnmaschinen sein, nicht das Model Y aus Brandenburg.

Für die Mitarbeiter in Grünheide ist der harte Einschnitt eine besonders bittere Pille, für Aktionäre eine Wette auf Zeit. Solange die Fantasie rund um KI und autonomes Fahren die Kursfantasie befeuert, verzeiht die Wall Street den Stellenabbau im Kerngeschäft. Anleger bleiben an Bord.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.

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