Die US-Börsen sind schwach in die neue Woche gestartet. Belastend wirkten erneut Sorgen über die Folgen von Künstlicher Intelligenz für Unternehmensgewinne sowie die Unsicherheit in der US-Zollpolitik. Händler berichteten von einer gesunkenen Risikoneigung. Der Dow Jones rutschte unter 49.000 Punkte auf den tiefsten Stand seit drei Wochen.
Er beendete den Handel 1,66 Prozent tiefer bei 48.804,06 Zählern. Der S&P 500 gab um 1,04 Prozent auf 6.837,75 Punkte nach. Der Nasdaq 100 verlor 1,21 Prozent und schloss bei 24.708,94 Punkten. Nach dem jüngsten Gerichtsurteil zu den US-Zöllen herrscht weiter Unklarheit über die künftigen Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU. Aus Regierungskreisen heißt es, auf zahlreiche EU-Importe solle ein Zoll von 15 Prozent erhoben werden. Das Europäische Parlament setzte daraufhin die Umsetzung des ausgehandelten Abkommens vorerst aus. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof Präsident Trump die Grundlage für viele bestehende Zölle entzogen.
Besonders unter Druck standen Finanzwerte. Ein Bericht von Citrini Research verwies auf mögliche KI-Risiken für verschiedene Wirtschaftsbereiche. Zudem wachsen Zweifel an der kurzfristigen Rendite hoher Investitionen in diese Technologie. American Express, JPMorgan, Goldman Sachs und Visa verloren zwischen 3,3 und 7,2 Prozent.
Auch IT-Titel gerieten weiter ins Rutschen. Hintergrund war ein neues Sicherheitstool des OpenAI-Konkurrenten Anthropic, das als potenzielle Bedrohung für IT-Dienstleister gilt. Zscaler, Crowdstrike und Datadog büßten bis zu 11,3 Prozent ein. IBM sackte um mehr als 13 Prozent ab – der stärkste Tagesverlust seit dem Jahr 2000.
Eli Lilly stemmten sich mit einem Plus von 4,9 Prozent gegen den Trend. Ein Rückschlag bei Novo Nordisk stützte die Aktie. JPMorgan-Analyst Chris Schott erwartet anhaltende Marktanteilsgewinne zugunsten von Eli Lilly.
PayPal gewannen 5,8 Prozent nach Berichten über mögliches Kaufinteresse. Laut Bloomberg prüfen potenzielle Bieter sowohl eine Komplettübernahme als auch Teilverkäufe.
Arcellx schossen um gut 77 Prozent auf knapp 114 Dollar nach oben. Gilead plant die Übernahme für 115 Dollar je Aktie plus eine mögliche Zusatzzahlung. Der Deal bewertet Arcellx mit bis zu 7,8 Milliarden Dollar. Gilead gaben 1,1 Prozent nach (mehr dazu lesen Sie hier).
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 22:41