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Negativ für Chevron, BP & Co: Ölpreise geben erneut nach

Negativ für Chevron, BP & Co: Ölpreise geben erneut nach
Foto: imaginima/iStockphoto
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Thorsten Küfner Heute, 08:09 Thorsten Küfner

Gegenwind für die Anteilscheine von Ölproduzenten wie etwa BP oder Chevron: Die Ölpreise sind am Donnerstagmorgen spürbar unter Druck geraten. Auslöser war die Hoffnung der Marktteilnehmer, dass ein militärischer Schlag der USA gegen den Iran zunächst ausbleibt. In der Folge gaben die Notierungen rund ein Drittel der in diesem Zusammenhang erzielten Gewinne wieder ab.

Der Preis für ein Barrel Brent-Öl sank um knapp zwei Dollar beziehungsweise fast drei Prozent auf 64,65 Dollar. Am Mittwoch hatte der Preis mit fast 67 Dollar noch den höchsten Stand seit Oktober erreicht. Noch vor einer Woche, also vor der deutlichen Eskalation im Iran, lag der Brent-Preis bei rund 60 Dollar je Barrel. Eine vergleichbare Entwicklung zeigte sich bei der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI). Diese verbilligte sich am Donnerstagmorgen ebenfalls um etwa zwei Dollar auf rund 60 Dollar.

Nach dem harten Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen landesweite Proteste hatten die Sorgen vor einer militärischen Eskalation deutlich zugenommen. Warnungen ausländischer Vertretungen, Maßnahmen des US-Militärs sowie Flugstreichungen nährten zuletzt die Befürchtung, US-Präsident Donald Trump könnte seine Drohungen gegenüber der Führung in Teheran umsetzen.

Entspannungssignale kamen jedoch am Mittwochabend aus Washington. Anleger werteten Aussagen Trumps dahingehend, dass ein militärisches Eingreifen der USA nicht unmittelbar bevorsteht. Der Präsident erklärte, ihm sei zugesichert worden, dass der Iran das Töten von Demonstranten beenden werde. Dies nährte die Hoffnung, dass Washington vorerst auf eine militärische Reaktion verzichtet.

Neben dem Iran bleibt auch Venezuela im Fokus der Märkte. Zuletzt hatte sich Trump positiv über die derzeitige Führung des ölreichen Landes geäußert. Er berichtete von einem längeren Telefonat mit der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez, die er als großartige Person bezeichnete. Worin genau seine Zufriedenheit begründet liegt, ließ Trump allerdings offen.

Chevron Corporation (WKN: 852552)

Geschieht keine Eskalation im Iran, dürften die Ölpreise wohl weiter schwächeln. Da die Welt aktuell mehr als ausreichend mit Öl versorgt ist, bahnt sich für Ölproduzenten wie BP und Chevron keinerlei Rückenwind vom Ölmarkt an. Die beiden Aktien bleiben daher lediglich Haltepositionen. Bei Chevron sollte der Stoppkurs bei 115,00 Euro belassen werden, bei BP bei 4,10 Euro. 

BP (WKN: 850517)

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