Wirecard
- Werner Sperber - Redakteur

Wirecard: Beinahe herrlich

So etwas ist derzeit selten: Die Geschäfte laufen, ein belastendes Szenario hat sich in Wohlgefallen aufgelöst, institutionelle Investoren mögen das Papier und zudem ist auch noch das Chartbild gut. Das alles trifft auf Wirecard zu. Nur ein kleines Wermutströpfchen verhindert für den Chart das Wort "herrlich" und dennoch dürfte der Aktienkurs Rekorde erreichen.

Das Familienunternehmen Iris von Armin nutzt nun auch die Bezahl-Lösungen von Wirecard, damit die Kunden der Modefirma die Rechnung für die Kaschmir-Kleidung aus dem Internet-Laden online bezahlen können.

Wirecard wird den Wettbewerber Worldpay nicht kaufen, nachdem Worldpay an die Börse gehen möchte. Zuvor war spekuliert worden, Worldpay gehe an Finanzinvestoren oder eben an Wirecard. Doch der Kauf wäre für den TecDAX-Konzern zu groß und nur über eine umfangreiche Kapitalerhöhung zu bezahlen gewesen. Dafür stockte der Alken Fonds aus Luxemburg aktuell die Beteiligung an Wirecard auf etwas mehr als fünf Prozent auf.

 

Nur die Durchschnitte stören etwas
Die Notierung von Wirecard hat die beim Rekordhoch von April 2015 begonnene Abwärtstrendlinie überwunden. Die nächste und letzte Hürde ist nun eben dieses Rekordhoch bei 42,75 Euro. Als Absicherung dienen die im August 2011 begonnene Aufwärtstrendlinie bei derzeit 36 Euro und das Hoch von Februar 2014 bei 34,45 Euro. Der kleine Wermutstropfen sind die gleitenden Durchschnittslinien, denn die 38-Tagelinie befindet sich derzeit unterhalb der 200-Tagelinie; allerdings steigt die 38-Tagelinie bei momentan 37,25 Euro stärker an als die 200-Tagelinie bei 38,20 Euro. Sobald die 38-Tagelinie die 200-Tagelinie nach oben durchschneidet ist ein neues, starkes Kaufsignal erzeugt.

DER AKTIONÄR bleibt bei der positiven Einschätzung. Fundamental und charttechnisch ist der Weg nach oben für den Aktienkurs von Wirecard frei.

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