Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Wieder Milliardenverlust bei Deutscher Bank?

2016 war ein turbulentes Jahr für die Deutsche Bank: Wiederholt Sorgen um die schwache Kapitaldecke, erstmals Kurse unter 10,00 Euro und dann bis jetzt eine Verdoppelung der Aktie. Operativ lief es letztes Jahr wohl mehr schlecht als recht, zumindest glaubt das die Mehrheit der Analysten. Für die Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 – die Veröffentlichung ist für Donnerstag, 2. Februar angesetzt – erwartet der Konsens einen Verlust von über 900 MillionenEuro.

Unsicherheiten bleiben

Von 36 Analysten, die die Aktie der Deutschen Bank bewerten, rät die Hälfte zum Verkauf, nur zwei würden jetzt kaufen. Wie auch den anderen deutschen Banken droht dem Geldhaus Ärger durch verschärfte Regulierung, Stichwort „Basel IV“. Klar ist schon jetzt, dass die Eigenkapitalregeln für Banken verschärft werden. Unklar ist aber, wie hoch die Belastung tatsächlich ausfallen wird.

Die Kapitalausstattung der Deutschen Bank ist es dann auch, die den meisten Analysten Sorgen bereitet. Einer davon ist laut Handelsblatt Kian Abouhossein von JP Morgan. Für Ende 2018 rechnet er mit einer harten Kernkapitalquote von 11,1 Prozent bei der der Bank, was dem aktuellen Wert entsprechen würde. Allerdings fordert die Aufsicht bis 2018 eine Marke von mindestens 12,25 Prozent, CEO John Cryan selbst will 12,5 Prozent schaffen.

Tradingbuy

Die Zeiten für die Deutsche Bank bleiben hart, auch wenn die Aktie zuletzt eine regelrechte Rallye hingelegt hat. Charttechnisch könnte bald die Marke von 20,00 Euro fallen, der nächste Widerstand liegt dann bei 18,80 Euro. Eine Unterstützung befindet sich bei 21,60 Euro. Trader können auf den Bruch der psychologisch wichtigen Marke setzen, alle anderen legen sich die Deutsche Bank nur als Depotbeimischung ins Portfolio. DER AKTIONÄR hat ein Ziel von 22,00 Euro für die Aktie, bei 16,40 Euro sollte ein Stopp platziert werden.

 

 


 

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