LendingClub
- Jonas Groß - Volontär

Wie Paypal und Lending Club die klassischen Banken zerstören

Einen Kredit von der Couch aus bekommen, ohne einen aufwendigen Termin bei der Hausbank. Das ist dank innovativer Fintech-Unternehmen wie Lending Club möglich. Lending Club ist Amerikas größte Peer-to-Peer-Plattform und vermittelt Kredite online an Privatleute. Fintechs werden für die klassischen Banken zu einer immer ernsteren Konkurrenz. Lending Club wuchs im vergangenen Quartal um 104 Prozent. In den USA vermittelt das Unternehmen bereits Kredite im Wert von mehreren Milliarden Dollar. Tendenz stark steigend. Das Finanzportal thestreet.com zeigt in einem neuen Artikel die Chancen von Paypal und Lending Club auf.

 

Riesige Datenmengen

Ein großer Vorteil für die Fintech-Unternehmen sind die großen Mengen an Daten, die sie von ihren Klienten bekommen. Sie analysieren mithilfe von Algorithmen das Surfverhalten, den Freundeskreis (z.B. via Facebook) und die Wohngegend der Kunden. So können sie auf gewaltige Datenmengen zugreifen, die klassischen Banken nicht zur Verfügung stehen. Auf Basis dieser Informationen wird eine Bonitätsprüfung durchgeführt.

Kooperationen mit klassischen Banken

Außerdem profitiert Lending Club von Partnerschaften mit zahlreichen Banken, die im Februar ins Leben gerufen wurde. Dabei können Banken Lending Clubs Plattform nutzen, um ihre Kredite anzubieten. Im Gegensatz dazu bekommen Kunden, die skeptisch bezüglich Krediten aus dem Internet sind, Lending Clubs Dienstleistungen in ihrer Bank Vorort. „Die Partnershaft ist eine strategische Win-Win-Situation für beide Unternehmen“, sagte Tai DiMaio, Analyst der KBW. Lending Club profitiere von der Erfahrung etablierter Institutionen und könne so seine Geschäfte vorantreiben, so DiMaio weiter.

 

Trader steigen ein

Lending Club steckt voller Fantasie. Das Kreditvolumen im US-Markt beträgt aktuell 3,5 Billionen Dollar und davon vermittelt das Fintech-Unternehmen aktuell nur 0,2 Prozent. Experten schätzen, dass Lending Club durchaus einen Anteil von zehn Prozent am amerikanischen Kreditmarkt erreichen könnte. Charttechnisch hat sich die Situation etwas verbessert. Aufgrund der starken Quartalszahlen wurde der Abwärtstrend, der seit dem IPO Ende des letzten Jahres intakt war, gebrochen. Aktuell kämpft die Aktie gegen den Widerstand bei 14,80 Dollar. Sollte der Ausbruch darüber gelingen, könnte das der Beginn einer Rallye sein. Risikobewusste Anleger steigen bei dem Hot-Stock ein. Die Aktie befindet sich im Depot 2030 des AKTIONÄR.

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