Berkshire Hathaway
- Andreas Deutsch - Redakteur

Warren Buffett: Das 22-Milliarden-Problem

Der Skandal um Schein-Konten für Kunden belastet die Aktie von Wells Fargo – und setzt auch Wells-Fargo-Großaktionär Warren Buffett zu. Wie geht es weiter mit Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway?

Wie schlimm wird der Wells-Fargo-Skandal für Warren Buffett wirklich? Seitdem bekannt wurde, dass Wells-Fargo-Mitarbeiter offenbar in großem Stil Kunden Scheinkonten untergejubelt hatten, steht die Aktie der Bank massiv unter Druck. Das Minus seit Anfang September beläuft sich bereits auf zwölf Prozent.

Von dem Kursdebakel ist auch Warren Buffetts Berkshire Hathaway unmittelbar betroffen. Buffett hält an Wells Fargo 9,5 Prozent – es ist seine zweitgrößte Position.

Da die Folgen für Wells Fargo noch überhaupt nicht abzusehen sind, werden einige Berkshire-Aktionäre zunehmend nervös und trennen sich von ihren Aktien. Vom Allzeithoch hat sich der Titel merklich entfernt, mit dem Mega-Kaufsignal hat es sich damit vorerst erledigt. Allerdings ist der langfristige Aufwärtstrend noch absolut intakt. Zudem notiert die Aktie nach wie vor weit über der 200-Tage-Linie.

Dabei bleiben

Buffett ist bekannt dafür, dass er Anlageentscheidungen nicht übers Knie bricht. Deswegen ist es unwahrscheinlich, dass er sich in absehbarer Zukunft von Wells Fargo trennt. Weitet sich der Skandal der Bank aus, würde das auch den Aktienkurs von Berkshire belasten. Doch das ist kein Grund für Langfrist-Anleger, sich von ihren Berkshire-Aktien zu trennen. Das Portfolio des Großmeisters ist breit aufgestellt und Buffett kam bislang noch mit jeder Krise klar.

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