Wacker Chemie
- Maximilian Völkl

Wacker Chemie vor Zahlen: Das erwarten die Analysten

Die Aktie von Wacker Chemie ist in der vergangenen Woche deutlich eingebrochen. Nachdem der Kurs erstmals seit über zwei Jahren wieder in den dreistelligen Bereich vorgedrungen war, ist der MDAX-Titel im Zuge der Krim-Krise rund zehn Prozent zurückgefallen. Kurzfristig steht nun die Bilanzveröffentlichung am kommenden Dienstag im Fokus.

Mit Spannung werden dabei der Ausblick auf das laufende Jahr und der Dividendenvorschlag für 2013 erwartet. Im vergangenen Jahr ist der Gewinn des Konzerns wegen niedriger Preise um 95 Prozent auf sechs Millionen Euro eingebrochen. Dank höherer Absatzmengen fiel der Umsatzrückgang mit gut drei Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro weniger drastisch aus. Für 2013 wird mit einer Dividende von 48 Cent pro Aktie gerechnet. Im Vorjahr lag diese noch bei 60 Cent. Die Dividendenrendite von 0,01 Prozent bleibt damit in jedem Fall weiterhin schwach.

Stabilere Preise

Hoffnung für die weitere Entwicklung macht die Stabilisierung bei Reinstsilizium. Die Absatzmengen haben im vierten Quartal stark zugenommen und auch die Preise erholen sich langsam. Laut Vorstandschef Rudolf Staudigl ist damit eine gute Basis für das neue Geschäftsjahr gelegt.

Vage Prognose erwartet

Nicht so positiv gestimmt ist die Commerzbank. Analyst Georg Remshagen rechnet für kommende Woche nur mit einer vagen Prognose des Konzerns für das laufende Jahr. Außerdem dürfte sich der Preisanstieg bei Reinstsilizium, der die Stimmung bei Wacker Chemie zuletzt aufgehellt hat, im Jahresverlauf abschwächen.

DZ Bank Analyst Peter Spengler erwartet derweil gute Aussichten für das erste Quartal 2014. Auch er sieht besonders die verbesserte Preissituation bei Polysilizium als Kurstreiber. Außerdem winkt Wacker Chemie ein hoher Sonderertrag wegen der Auflösung eines langfristigen Liefervertrages.

Krim belastet

Die Rallye der Wacker-Aktie ist vorerst beendet. Langfristig stimmen die Aussichten zwar, doch im schwachen Marktumfeld könnte sogar der langfristige Aufwärtstrend in Gefahr geraten. Denn solange in der Ukraine keine Lösung in Sicht ist, drohen weitere Kursverluste.

(Mit Material von dpa-AFX)

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