Volkswagen
- Werner Sperber - Redakteur

Volkswagen: (Fast) günstigster DAX-Industriewert

Die Sachkenner von Focus Money schreiben, die meisten Analysten scheinen zu glauben, die Auswirkungen von „Dieselgate“, dem Damoklesschwert über Volkswagen, seien einzuschätzen. Sie schätzen deshalb durchschnittlich für die nächsten Jahre einen Gewinnanstieg von 18,8 Prozent pro anno. Zusammen mit dem sehr niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 6 ergibt das ein Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis von 0,33. (Anmerkung der Redaktion: Das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis wird auch Price-Earning-to-Growth-Ratio; PEG, genannt. Es wird berechnet, indem das KGV durch das erwartete prozentuale Gewinnwachstum geteilt wird. Bei Ergebnissen von weniger als 1 gilt eine Aktie als unterbewertet.) Dieses PEG ist nach dem für Infineon Technologies das niedrigste für einen Industriebetrieb aus dem DAX.

In dieser Zahl von 0,33 spiegelt sich die Hoffnung der Anleger wider, die Rücklagen von 16,2 Milliarden Euro für „Dieselgate“ würden ausreichen und es gebe keine neuen bösen Überraschungen. Mitte des Jahres möchte der Vorstand zudem Eckpunkte für eine neue strategische Ausrichtung bekannt geben. Die Analysten der BayernLB schätzen, Volkswagen solle mehr Wert auf Sparen, Effizienz steigern, Elektromobilität und die Kernmarke VW legen. Daraus sollen sich „Kursimpulse“ ergeben. Die Sachkenner von Focus Money raten deshalb dazu, die mit einem KGV von 7 für dieses und 6 für nächstes Jahr bewertete Vorzugsaktie zu kaufen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Matthias J. Kapfer | 0 Kommentare

Volkswagen: China ist ein Problem

Im Vorfeld der Automesse im südchinesischen Guangzhou hat VW-China-Chef Joachem Heizmann den Markt als herausfordernd bezeichnet. Dennoch soll für den Volkswagen-Konzern ein Wachstumsplus am Ende des Jahres in der Bilanz stehen. Weiter im Fokus stehen mögliche Steuererleichterungen der chinesischen … mehr
| Matthias J. Kapfer | 0 Kommentare

BMW, Daimler und VW: Wer hat die Nase vorn?

Der Kampf der deutschen Premium-Autohersteller um das Vertrauen der Kunden bringt Gewinner und Verlierer zutage. BMW und Daimler führen einen Kampf um Platz 1 bei den meist verkauften Pkws. Die Vision des BMW-Chefs Harald Krüger, bis 2020 auf dem ersten Rang zu stehen, ist mit Blick auf die … mehr