Uniper
- Maximilian Völkl

Uniper: Ein schmaler Grat – wie geht es weiter?

Beim Börsengang vor gut einem Jahr wurde Uniper als „Resterampe“ verschrien. Doch Konzernchef Klaus Schäfer hat Beeindruckendes geleistet. Inzwischen stehen die Interessenten bei Uniper Schlange. Der Aktienkurs hat sich mehr als verdoppelt. Für Schäfer scheint sich das aber zu rächen.

Mit der erfolgreichen Sanierung könnte sich Uniper sein eigenes Grab geschaufelt haben. Das Übernahmeangebot von Fortum zu 22 Euro je Aktie ist ohnehin kaum noch zu verhindern. Die ungeliebten Finnen könnten aber künftig zum geringsten Problem werden. Inzwischen sind mehrere Hedgefonds eingestiegen. Besonders brisant: Der berüchtigte Investor Paul Singer mit seinem Hedgefonds Elliott hat sich 5,32 Prozent gesichert. Sein Ziel ist aber nicht die Rettung Unipers als weißer Ritter. Er setzt vielmehr auf kurzfristig steigende Kurse – egal, auf wessen Kosten.

Fortum wird das Übernahmeangebot vorerst nicht erhöhen. Der Grund: Auch E.on würde für die 46,65-Prozent-Beteiligung dann einen höheren Preis erhalten. Allerdings könnten sich die Finnen im Anschluss über den Markt weitere Uniper-Anteile sichern, um sich die Mehrheit zu sichern. Dies dürfte den Kurs antreiben. Ein alternatives Szenario: Singer lanciert eine Gegenoffert, um den Fortum-Deal anzufechten und eine Entschädigung auszuhandeln.

Spannender Poker

Singer weiß in der Regel, was er tut. Das spricht – ebenso wie die Aussicht auf steigende Dividenden und das attraktive Chartbild – für steigende Kurse. Eine klassische Squeeze-Out-Spekulation ist Uniper nicht. Mutige können dennoch darauf setzen, dass die Übernahmefantasie die Aktie weiter antreibt. Ein enger Stopp bei 23,00 Euro sollte die Position absichern.

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