Infineon
- Markus Horntrich - Chefredakteur

u-blox: Der nächste Chip-Hersteller warnt – Infineon im Fokus

u-blox, ein weltweit führender Anbieter von Positionierungs- und drahtlosen Kommunikationstechnologien, gab heute eine Korrektur seiner Umsatzprognose bekannt. Die Aktie verliert heute deshalb deutlich an Wert. Aktuell liegt der Wert in Frankfurt mit 5 Prozent im Minus. Schlechte News auch für Infineon?

Die schlechten Nachrichten aus der Chip-Industrie reißen nicht ab. Mit U-Blox meldete sich ein Schweizer Halbleiterwert mit einer Umsatzkorrektur zu Wort. In Asien führt eine Verlangsamung des Bedarfs an Produkten für Zeitbestimmung und der gemeinsamen Nutzung von Geräten, sowie die Verlangsamung bei Kunden, die vorübergehend von den Spannungen in den amerikanisch-chinesischen Handelsbeziehung betroffen sind, zu einem niedrigeren Umsatz im Jahr 2018.

In der zweiten Jahreshälfte 2018 verzeichnet u-blox jedoch eine Trendwende mit Fortschritten bei Anwendungen für die Infrastruktur, die Autonavigation und der Nachrüstautoelektronik. Neben der Trendwende in China entwickeln sich die anderen Regionen weiterhin gut: Die USA wird von den Bereitstellung für LTE-M-basierte Mobilfunkverbindungen profitieren, die bereits im zweiten Halbjahr 2018 das Geschäft beschleunigt haben und ein starkes Geschäft mit Zählern, medizinischen Geräten, Wearables, sowie ein erneutes Wachstum im Flottenmanagementgeschäft erwarten lassen.  In der Region EMEA setzt sich das sehr starke Wachstum des ersten Halbjahrs 2018 auch im Jahr 2019 fort, getragen von einer wachsenden Nachfrage nach vernetzten Geräten für das Internet der Dinge, der Infrastruktur und Telematik, sowie einer steigenden Nachfrage aus dem Automobilsektor, stimuliert durch den Bedarf an Konnektivität im Fahrzeug.  Darüber hinaus erwartet u-blox für 2019 weltweit ein stärkeres Wachstum, unterstützt durch die Gewinnung von Schlüsselkunden wie Bosch, Leica Geosystems und Xirgo Technologies. Zusätzlich treiben wichtige Megatrends eine nachhaltige Nachfrage voran: So werden aus Sicht des Unternehmens Mobilität, Urbanisierung, neue Gesundheit und Industrie 4.0 die Expansion des Internets der Dinge beschleunigen. Auch die Fortschritte beim automatisierten Fahren erhöhen die Anforderungen an sichere und zuverlässige Verbindungs- und Positionierungstechnologien. 

Der Ausblick 2018 und 2019 ist in der folgenden Tabelle dargestellt:        

Mittelfristig erwartet u-blox ein signifikantes Wachstum auf der Grundlage von Produktinitiativen, die den wichtigen Megatrends in der Branche vorgreifen. u-blox hat in neue Plattformen in allen seinen Technologien investiert und wird, getrieben durch zunehmende Mobilität und Ausbau von Cloud Services, an der Marktexpansion teilhaben.

Der mittelfristige Ausblick 2022 ist in der folgenden Tabelle dargestellt:        

Thomas Seiler, CEO von u-blox, kommentierte dies: "Wir sehen eine klare Rückkehr des Wachstums in Asien. In den letzten Monaten konnten wir weltweit diverse Großunternehmen als Kunden gewinnen. Sie werden sich in den kommenden Jahren positiv auf unser Geschäft auswirken. Wir sind zuversichtlich, dass wir wiederum ein stabiles Wachstum sehen werden, das unseren mittelfristigen Ausblick mit verbesserter Profitabilität unterstützt." 

Aktie für risikobereite

Durch die anhaltenden Hiobsbotschaften aus der Branche steht heute auch Infineon im Fokus. Allerdings zeigt sich die Aktie unbeeindruckt von der Umsatzkorrektur der Schweizer, was für die Infineon-Aktie spricht. DER AKTIONÄR rät weiterhin zu selektiven Käufen.

Für u-blox könnte sich nach dem kräftigen Ausverkauf eine neue Einstiegschance ergeben. Risikobereite Anleger begeben sich mit einem Kauflimit bei maximal 65 Euro auf Schnäppchenjagd.

 

 

 

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