TUI
- Maximilian Völkl

TUI-Aktie: Millionenschwere Käufe – hier bahnt sich was an

Seit einigen Wochen gibt es bei TUI zahlreiche Insiderkäufe. Der russische Großaktionär Alexei Mordashov baut seinen Anteil seit dem Kurssturz nach dem Brexit beinahe täglich aus. Durch millionenschwere Käufe der Beteiligungsfirmen Sungrebe Investments Limited und Unifirm Limited will er seinen Einfluss wieder erhöhen.

Der 51-jährige Multimilliardär war früher bereits zu über 25 Prozent an dem Touristikkonzern beteiligt. Nach der Kapitalerhöhung im Herbst 2014 war die Beteiligung des Oligarchen aber gesunken. Gut für TUI: Mordashov gilt als verlässlicher und langfristig denkender Investor. Das Management des Konzerns sieht die stetigen Zukäufe deshalb auch nicht als Problem.

Guter Zeitpunkt

Mit einem Anteil von aktuell rund 15 Prozent ist Mordashov bereits der größte Anteilseigner bei TUI. Der Ausbau seines Investments ist zudem auf mehreren Ebenen nachvollziehbar. Ein Pluspunkt ist die deutlich gesunkene Bewertung nach dem Brexit. Außerdem hat sich Mordashov im internen Streit mit dem zweiten Großaktionär, dem Norweger John Fredrikson, durchgesetzt. Dieser wollte einst ebenfalls die Vormachtstellung im Konzern, hat seine Anteile dann aber verkauft.

Für TUI spricht auch die Möglichkeit einer lukrativen Übernahme. Der Konzern ist glänzend aufgestellt und dürfte von den zukünftigen Trends in der Tourismusbranche profitieren. Nach der Trennung von der Container-Sparte Hapag-Lloyd konnte man sich zudem von einem langjährigen Klotz am Bein befreien.

Geschäft läuft

Operativ läuft es bei TUI relativ gut. Im Gegensatz zu Fluggesellschaften wie der Lufthansa oder Reiseveranstaltern wie Thomas Cook hat Konzernchef Friedrich Joussen die Gewinnziele nach den Terroranschlägen nicht kassiert. Obwohl die Kunden aus Deutschland und Skandinavien weniger Sommerreisen gebucht haben, machte er lediglich Abstriche bei den Umsatzerwartungen. Hohe Preise in Spanien und die verstärkte Nachfrage in Griechenland kompensieren derzeit die Ausfälle in der Türkei und Nordafrika.

Das starke Geschäft und weitere potenzielle Zukäufe des Großaktionärs sprechen für die TUI-Aktie. Anleger können zugreifen und auf eine weitere Erholung setzen.

 


 

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