Sixt
- Michael Schröder - Redakteur

Nach dem Kursrutsch: Darum sollte Sixt bald wieder durchstarten!

Nach dem mit Abstand besten operativen Ergebnis in einem Quartal hat Sixt in den ersten neun Monaten 2018 bereits das gesamte Jahresergebnis des Vorjahres übertroffen. Der Autovermieter wächst auf breiter Front, in allen Kundengruppen, vor allem im Ausland. Für zusätzliche Fantasie sorgt das geplante digitale Komplettangebot, das den Mobilitätsbedarf per Smartphone-App steuern soll. Der aktuelle Kurseinbruch, kommt überraschend und bietet Anlegern mit Weitblick eine interessante Einstiegsgelegenheit.

Der Wachstumsmotor bei Sixt brummt. „Der bisherige operative Geschäftsverlauf und vor allem das dritte Quartal haben unsere sämtlichen Erwartungen übertroffen“, sagt Vorstand Erich Sixt. Deutschlands größter Autovermieter profitiert von der stark wachsenden Nachfrage von Firmenkunden, Privatkunden und Touristen im In- und Ausland. Sehr erfreulich ist die Entwicklung in den USA, wo Sixt mit seinem Service über dem landesüblichen Niveau Marktanteile gewinnt – und trotz hoher Investitionen anders als Wettbewerber profitabel agiert. Ebenfalls positiv: Obwohl die Vermietflotte stark gewachsen ist, ist die Auslastung der Fahrzeuge weiter gestiegen.

Doch Sixt richtet den Blick auch nach vorne: Mit seinem „Project One“ will der Konzern ein digitales Komplettangebot für Carsharing, klassische Autovermietung und Chauffeurdienste anbieten, das den Mobilitätsbedarf in vielfältiger Weise abdecken kann und den Kunden größtmögliche Flexibilität bietet. „Wir werden die Konkurrenz überraschen“, kündigte Konzernchef Erich Sixt vor Kurzem an. Mobilität per Smartphone-App – von einer Minute bis zu mehreren Jahren, lautet die Devise. Derzeit schafft Sixt die technologischen Voraussetzungen. Richtig durchstarten will der Konzern ab dem kommenden Jahr.

Sixt beherrscht das in der Branche wichtige Flottenmanagement aus dem Effeff und vereint alles, was einen modernen Konzern ausmacht: ständige Verfügbarkeit, hohe Qualität und günstige Preise. Gleichzeitig bringen die Bayern alle Voraussetzungen mit, um einer der Gewinner der laufenden Marktveränderungen zu werden. Umso überraschender kommt die große Verkaufsbereitschaft einzelner Investoren. Seit der Erhöhung der Prognosen für das Gesamtjahr wurden alle Erholungsversuche der Aktie abverkauft. Der gestrige Kursrutsch bis unter die 80-Euro-Marke passt da ins Bild.

Aber: Mit einem 2019er-KGV von 15, einer Dividendenrendite von 2,7 Prozent und den Wachstumsaussichten ist die Aktie alles andere als hoch bewertet. Sobald der Verkaufsdruck abebbt, dürfte die Aktie daher schnell wieder auf die Überholspur wechseln – und Kurs auf die 100-Euro-Marke nehmen.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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