TripAdvisor
- Benedikt Kaufmann

TripAdvisor: Trotz schwacher Quartalszahlen – der Turnaround lebt weiter

TripAdvisor kann im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten nur teilweise erfüllen. Das Geschäft rund um die Buchung und die Bewertung von Hotels, Restaurants und Aktivitäten wächst zwar weiter – doch steigende Werbeausgaben drücken auf die Gewinne. Die Aktie reagiert mit Kursverlusten. Ist der Turnaround in Gefahr?

Top-Gewinn, Top-Kosten

Anleger, die seit der Empfehlung des AKTIONÄR in Ausgabe 21/2018 auf den Turnaround bei TripAdvisor setzen, haben es nicht leicht, denn die Aktie schwankt teils deutlich. Auch wenn das Papier seit Empfehlung ein Plus von 25 verzeichnet, sorgen die neuen Zahlen wieder für Verunsicherung.

Zwar übertrifft die Plattform für Hotels, Restaurants und Aktivitäten mit den Quartalszahlen vom Dienstag die Erwartungen der Analysten. Die Erlöse wuchsen um 7,8 Prozent auf 346 Millionen Dollar – Analysten rechneten nur mit 343 Millionen Dollar. Doch die steigenden Marketingkosten drückten auf die Gewinne. So stiegen die Ausgaben für TV-Werbung um 54 Prozent und sorgten dafür, dass die Gewinne leicht unter den Erwartungen der Analysten lagen.

Kein Grund zur Sorge

Die Q4-Zahlen sind ein kleiner Schock für die Anleger, denn es wäre nicht das erste Mal, dass explodierende Werbekosten eine Reiseplattform in Bedrängnis gebracht hätten. Solange die Wachstumsstory rund um Umsatzzuwächse im Non-Hotel-Segment jedoch anhält, dürften die höheren Ausgaben kein Problem darstellen. Und das Segment rund um Aktivitäten und Restaurants wächst weiter: 27 Prozent konnte es im abgelaufenen Jahr zulegen und macht mittlerweile 28 Prozent der Gesamtumsätze aus. Zudem wachsen die operativen Gewinne im Non-Hotel-Segment mit 47 Prozent deutlich schneller als im Hotel-Segment.

Gewinne laufen lassen

Das Wachstum im Non-Hotel-Segment bleibt bestehen und hält die Turnaround-Story am Leben. Auch der noch junge Aufwärtstrend bleibt unverändert intakt. Steigen die Werbeausgaben derart weiter, ist der Turnaround tatsächlich in Gefahr. Noch können die höheren Werbeausgaben jedoch für eine entsprechende Skalierung des Non-Hotel-Segments genutzt werden und stellen kein Problem dar. Anleger lassen die Gewinne laufen.

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