ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Der Tag der Entscheidung

Am heutigen Freitag wird sich entscheiden, in welche Richtung sich ThyssenKrupp künftig entwickeln wird. Die Krupp-Stiftung, die mit 21 Prozent der größte Aktionär des DAX-Konzerns ist, wird auf einem Treffen darüber abstimmen, was mit der Beteiligung geschehen soll.

Laut Handelsblatt erwarten Insider, dass sich die elf Mitglieder des obersten Stiftungsgremiums auf den Erhalt von ThyssenKrupp als Ganzes aussprechen werden. Auch Aufsichtsratschef Ulrich Lehner, ein Vertrauter des einstigen Patriarchen Berthold Beitz, hofft auf ein solches Signal. Mit der Unterstützung des Kuratoriums könnte Lehner die Suche nach einem neuen Vorstandschef intensivieren.

Einigkeit ist zwischen Aktionären, Management und Arbeitnehmern aktuell nicht in Sicht. Um eine neue Strategie umzusetzen und den Umbau erfolgreich zu gestalten, wäre es aber notwendig, dass die Beteiligten aufeinander zugehen. Ansonsten könnte sogar die eigentlich beschlossene Stahlfusion mit Tata noch einmal in Gefahr geraten. Für Stabilität soll deshalb vorerst Finanzvorstand Guido Kerkhoff sorgen, der am Freitag zum Interimschef berufen werden dürfte.

Komplizierte Situation

Sowohl die Suche nach einem neuen Chef als auch die Vorstellung der künftigen Strategie drohen zur Hängepartie zu werden. Durch die Stahlfusion verdient die Aktie von ThyssenKrupp zwar eine höhere Bewertung. Aufgrund der hohen Unsicherheit benötigen Anleger aber viel Geduld. Die Aktie bleibt eine Halteposition.

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