ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Der erste Schritt

ThyssenKrupp, Stahlwerk, schweißen, Schweißer, Metal, 20130827

Fast zwei Milliarden Dollar bekommt ThyssenKrupp nach Medieninformationen für sein Stahlwerk in Alabama/USA. Für Konzernchef Heinrich Hiesinger ist das ein erster Schritt aus der Misere. Doch eine Lösung für das Problemwerk in Brasilien ist damit nicht in Sicht.

Nippon Steel & Sumitomo Metal soll das Werk in Alabama gemeinsam mit ArcelorMittal gekauft haben. Die beiden Konzerne sollen 1,95 Milliarden Dollar (etwa 1,44 Milliarden Euro) auf den Tisch legen. Das berichtet jedenfalls die japanische Nachrichtenagentur Nikkei. Wegen Verhandlungen zu dem Werk hatte ThyssenKrupp seine Bilanzpressekonferenz auf den 2. Dezember verschoben.

Keine Lösung für Brasilien

Das Problem: Eine Lösung für das Problemwerk in Brasilien ist nicht in Sicht. Insgesamt hat ThyssenKrupp fast 13 Milliarden Euro in sein Übersee-Abenteuer investiert. Der Löwenanteil davon entfällt auf das Werk in Brasilien. Einen Großteil davon hat ThyssenKrupp bereits abgeschrieben.

DER AKTIONÄR hatte gestern berichtet, dass das Gerücht kursiert, ThyssenKrupp könnte nach Börsenschluss eine Kapitalerhöhung durchführen. Nun ist es also der Verkauf des US-Werks, der offensichtlich durchgewunken wurde. Eine Kapitalmaßnahme steht nach wie vor im Raum. Das gleiche gilt für die große Frage: Was wird aus Brasilien. Einzelheiten wird es wohl erst am kommenden Montag auf der Bilanzpressekonferenz geben.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Ein neuer Widersacher

Die Aktie von ThyssenKrupp ist in den vergangenen Tagen deutlich unter Druck geraten. Obwohl der indische Wettbewerber Tata zuletzt Fortschritte bei den Verhandlungen mit dem britischen Pensionsfonds erzielt hat, ist ein Scheitern der Stahlfusion nach wie vor möglich. Hinzu kommt nun die Attacke … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Ruhe bewahren!

Im volatilen Marktumfeld hat sich die Aktie von ThyssenKrupp wieder erholen können. Der Technologie- und Stahlkonzern profitiert von Fortschritten bei der Tata-Fusion. Der indische Wettbewerber scheint eine Lösung für die milliardenschweren Pensionslasten in Großbritannien gefunden zu haben. … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Die Uhr tickt

Es wird langsam Zeit. Erneut ist eine Woche vergangen und ThyssenKrupp kann nach wie vor keine konkreten Pläne für die Stahlsparte vorlegen. Bei Arbeitnehmern und im Aufsichtsrat wächst die Unzufriedenheit und Konzernchef Heinrich Hiesinger gerät unter Druck. Auch für den Aktienkurs wäre ein … mehr