Steinhoff
- Andreas Deutsch - Redakteur

Steinhoff: Minus 40 Prozent in zehn Wochen - Zocker verlieren die Lust

Die Zeiten, in denen sich die Hartgesottenen unter den Börsianern auf Steinhoff stürzten, sind vorbei. Vorerst zumindest. Am Dienstag geht es weiter abwärts.

Ende 2018 soll endlich Klarheit herrschen. Dann will Steinhoff seine testierte Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen. Im Januar kommt dann der Bericht fürs laufende Jahr. Dann wird man wissen, in welchem Maß die Kunden trotz Krise Steinhoff die Treue halten oder ob – aus Angst vor der Pleite – woanders kaufen.

Damit wären die Probleme für den Möbelhändler aber nicht aus der Welt. Aktionäre haben den südafrikanischen Möbelhändler verklagt. Ein niederländisches Gericht werde sich den Beschwerden der Anleger gegen Steinhoff annehmen. Das vorläufige Klagevolumen liegt bei etwa zwölf Milliarden Euro.

Steinhoff musste im Dezember 2017 Bilanzunregelmäßigkeiten einräumen. Die Aktie war daraufhin eingebrochen. Mittlerweile steht Steinhoff bei nur noch 0,138 Euro. Im August 2016 hatte die Aktie noch 6,14 Euro gekostet.

Hohes Risiko

Steinhoff ist zehn Monate nach dem Crash immer noch eine Black Box. Ob das Unternehmen die Milliardenklagen überstehen wird, steht in den Sternen. Seriöse Anleger lassen die Finger von der Aktie.

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