Square
- Marco Bernegg

Square: Der Banken-Schreck

Der Zahlungsdienstleister Square veröffentlichte am Donnerstag der letzten Woche eine neue kostenlose EC-Karte für Unternehmen und stößt damit weiter in den Banking-Sektor vor. Die „Square Card“ soll insbesondere kleineren Unternehmen bei der Verwaltung ihres Cash-Flows helfen, indem sie die Zeit zwischen einem Verkauf und der Verfügbarkeit der Mittel eliminiert. 

"Da Verkäufer wichtige Ausgabenentscheidungen treffen müssen, wissen wir, dass ein schneller Zugang zu Geldern - und die Fähigkeit, Erlöse aus dem Verkauf sofort zu verwenden - bei einem umfassenden Cashflow-Management helfen können", sagte Alyssa Henry, Seller-Lead bei Square. "Kleine Unternehmen müssen flexibel sein. Sie haben nicht die Zeit, auf Gelder zu warten, um ein Bankkonto zu eröffnen, oder die Ressourcen, um persönliche und geschäftliche Ausgaben leicht in Einklang zu bringen. Square Card geht auf diese Problematik ein und erweitert das Ökosystem von Produkten und Dienstleistungen für kleine Unternehmen."

Erst im Dezember hat das in San Francisco ansässige Unternehmen den Antrag auf eine Bank-Lizenz erneuert. Eine Genehmigung würde es Square ermöglichen, Kundeneinlagen zu verwalten – und damit weiter in den Banking-Sektor vorzustoßen. 

Die Richtung stimmt

Der Markt honorierte die Ankündigung der neuen Debit-Karte. Der Kurs stieg seit Veröffentlichung um knapp zehn Prozent. Zusätzlichen Schwung dürfte die Aussage des Fiserv-CEO Jeffery Yabuki gegeben haben. Im Rahmen eines Earnings Calls sagte er, viele Banken sollten sich Sorgen über Unternehmen wie Square machen. 

Obwohl die Aktie hoch bewertet ist, besteht weiterhin viel Wachstumsfantasie. DER AKTIONÄR empfiehlt Square seit Längerem zum Kauf - in Verbindung mit einen Stopp-Kurs von 39,00 Euro.

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