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SAP: Das bedeuten die Zahlen

SAP: Das bedeuten die Zahlen
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Michael Herrmann 21.01.2014, 07:40 Michael Herrmann
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SAP hat als erster DAX-Konzern seine Jahreszahlen für 2013 vorgelegt. Der Walldorfer Softwarekonzern ist bei Umsatz und Gewinn weiter gewachsen. Bei der zukünftigen Margenentwicklung tritt SAP aber auf die Bremse. Was heißt das für die Anleger des Softwareriesen?

SAP erzielte 2013 ein Umsatzwachstum von vier Prozent auf 16,9 Milliarden Euro. Währungsbereinigt stand ein Plus von acht Prozent zu Buche. Die Umsatzerlöse aus Software und Cloud-Subskriptionen sind im Gesamtjahr um sechs Prozent auf 5,28 Milliarden Euro gestiegen. Währungsbereinigt betrug hier das Plus sogar elf Prozent. Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse stiegen währungsbereinigt ebenfalls um elf Prozent auf insgesamt 14,0 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis kletterte um zehn Prozent auf 4,48 Milliarden Euro.

Cloud-Offensive

SAP ist damit weiterhin mit Abstand Europas größter Softwarehersteller. Und der DAX-Konzern versucht mit allen Mitteln diese Position zu festigen. Wo auch immer wichtige Trends der professionellen Software auftauchen ist SAP in der Regel mit vorne dabei. So auch beim Cloud Computing. Wie SAP-Chef Bill McDermott nun bekanntgab fährt der Softwarekonzern die Cloud-Offensive hoch.

Margenziel verschoben

Für die Cloud-Offensive nimmt SAP zwischenzeitlich eine niedrigere Marge in Kauf. Statt 2015 werde der DAX-Konzern die angestrebte operative Marge von 35 Prozent erst im Jahr 2017 erreichen. Es habe noch kein Unternehmen gegeben, welches den Schritt in die Software-Vermietung über das Internet gegangen wäre, ohne zwischenzeitlich bei Umsatz und Gewinn zurückzustecken, ergänzte sein Co-Chef Jim Hagemann Snabe. Das andere Ziel für 2015 – ein Cloud-Umsatz von zwei Milliarden Euro – bleibe allerdings bestehen. Das wäre immerhin eine Verdopplung zum Jahresumsatz 2013.

Quelle: Börsenmedien AG

Kaufchance

SAP hat mit den heutigen Zahlen seine starke Gesamtverfassung bestätigt. Einige Anleger dürften sich aber an dem verschobenen Margenziel stören. Kurzfristig könnte daher Abgabedruck aufkommen. Langfristig erscheint es aber sinnvoll, die Chancen des Cloud Computings konsequent zu nutzen, sodass sich auch die Lage an den Aktienmärkten bald wieder beruhigen sollte. Rücksetzer sind daher attraktive Kaufchancen.

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