SMA Solar Technology
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

SMA-Solar-Überraschung: Das sagt der Experte

Die SMA-Solar-Aktie hebt ab. Wie am Mittwoch mitgeteilt wurde, steigt der dänische Danfoss-Konzern mit 20 Prozent in den deutschen Solar-Wechselrichterhersteller ein. Jetzt hat sich der Solar-Experte Wolfgang Hummel gegenüber dem AKTIONÄR geäußert. "Die Entscheidung ist positiv zu bewerten. Sie hilft SMA, sich weiter als Premium-Markte zu positionieren." SMA Solar habe bis zuletzt vom Erfolg der Chinesen auf dem deutschen Markt für Freiflächenanlagen profitiert. Doch die EEG-Förderkürzung  im Solarparkgeschäft traf SMA besonders hart.

Der Berliner weiter: "Kritisch ist die Produktion an dem teuren deutschen Standort anzusehen. Und die Integration der chinesischen Zeversolar ist nach dem Einstieg noch nicht gelungen.“

Wie Google und Apple

Die führende Stellung von SMA auf dem Wechselrichtermarkt erodiere. Viele Wechselrichterhersteller seien global tätige Elektrokonzerne, wie ABB, die Power-One übernommen haben oder hinter ihnen stünden finanzstarke Fonds, wie Sequoia International Capital, die nicht nur in Apple, Google, Yahoo und Facebook und What's App investiert seien, sondern auch bei Growatt, einem Wechselrichterhersteller aus Shenzhen.

Hummel weist daraufhin, dass die chinesische Konkurrenz aufhole. So weise beispielsweise Sungrow kaum noch Qualitätsnachteile gegenüber SMA auf.

Der einst größte Solar-Wechselrichterhersteller der Welt verliert seit Jahren Marktanteile - von 60 Prozent hat er sich mehr als halbiert. Denn bisher ging der China-Boom an SMA vorbei. Vielleicht ändert sich das nun. Es wurde mitgeteilt: "Mit der Übernahme der Wechselrichteraktivitäten von Danfoss kann SMA die Attraktivität seines Wechselrichterportfolios erhöhen und wichtige Solarmärkte (China, USA und Europa) insbesondere im Segmentmittel großer Solaranlagen künftig besser bedienen.“

Abwarten

Die SMA-Solar-Aktie hat sich seit dem Tief mehr als verdoppelt. Alleine heute gewinnt das Papier sieben Prozent auf 44,15 Euro. Anleger sollten derzeit nicht mehr als Danfoss bezahlen und weitere Details abwarten.

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