SMA Solar
- Michel Doepke - Redakteur

SMA Solar: Wie geht es nach der Talfahrt weiter?

Mit rund 30 Prozent Kursverlust innerhalb eines Monats zählten die Papiere des Nordhessischen Solar-Konzerns SMA Solar zu den schwächsten Werten im deutschen Technologieindex TecDAX. Sowohl die angekündigten Werksschließungen als auch negative Analystenmeinungen sorgten für stark fallende Kurse.

Unter Beschuss

Der Preisdruck auf dem internationalen Solarmarkt hat sich in den letzten Wochen stark beschleunigt. Um die Kosten weiter zu reduzieren, sieht sich SMA Solar gezwungen, die Werke in Denver (USA) und Kapstadt (Südafrika) zu schließen. Trotzdem bleiben die USA der wichtigste Markt für den Hersteller von Wechselrichtern.

Auch die Herabstufung und doppelte Kurszielreduzierung innerhalb von zehn Tagen aus dem Hause Warburg setzte die Aktie zunehmend unter Druck. Doch nicht nur Warburg Research wurde skeptischer – die Investmentbank Oddo Seydler strich die Kaufempfehlung und senkte das Kursziel von 57,50 Euro auf 33 Euro. Ende Juli notierte diese im Bereich von 45 Euro je Anteil – aktuell kostet ein Papier keine 31 Euro. Sind diese Abschläge gerechtfertigt?

 

Abwarten

SMA Solar versucht mit neuen innovativen Produkten auf der kommenden Solar Power Messe in Las Vegas zu punkten. Die Kursabschläge sind überzogen. Auch technisch ist die Aktie massiv überverkauft. Eine Gegenreaktion in den kommenden Tagen ist wahrscheinlich. DER AKTIONÄR rät den Anlegern vorerst dennoch von einem Einstieg ab. Eine Bodenbildung und klare Kaufsignale sollten abgewartet werden.

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