Sky Deutschland
- Werner Sperber - Redakteur

Sky Deutschland: (Nach)kaufen; Börsenwelt Presseschau III

Die Experten der Prior Börse erklären, bei einem Börsenwert von 5,2 Milliarden Euro, was einem Kurs von etwa sechs Euro je Aktie entspricht, setzt Sky Deutschland 1,5 Milliarden Euro im Jahr um. Die Eigenkapitalquote ist mit 24 Prozent niedrig, doch wenn der Konzern einen Gewinn erwirtschaftet dürfte sich diese Zahl verbessern lassen. Die Zahl der Abonnenten des Bezahl-Fernsehsenders steigt seit Jahren. Im vergangenen Jahr legte die Zahl der Kunden um neun Prozent auf 3,7 Millionen zu. Doch derzeit sorgen sich die Anleger um eine mögliche Konkurrenz durch Netflix und Amazon.com. Der erste US-Konzern bietet Internet-Fernsehinhalte an und der zweite ist mit einem Premiumkanal im Internet aktiv. Doch Sky Deutschland hat Inhalte, die ausschließlich dieser Pay-TV-Sender anbietet. 50 Sender für die ganze Familie: von Musik über Dokumentationen bis hin zu Sport, hier sind vor allem Live-Fußball-Übertragungen gefragt, stehen jederzeit bereit. Um die Kunden zufriedener zu machen, lässt sich das Programm auch auf tragbaren, internetfähigen Geräten empfangen. Sky baut zudem die Film-Bibliothek stark aus. Die Kundenzufriedenheit hat nach Aussagen des Vorstandes oberste Priorität und die Kündigungsrate von zehn Prozent soll gesenkt werden. Aufgrund der Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom gelang erstmals die Trendwende beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Vorstandsvorsitzender Brian Sullivan erwartet für das laufende Jahr eine deutliche Zunahme der Netto-Kundenzahl, einen stark steigenden Umsatz und eine sich verbessernde Profitabilität.

In Deutschland sind erst 16 Prozent der Menschen Kunde eines Bezahlfernsehsenders, in Spanien sind es 24 Prozent, in Italien 33 Prozent, in England 54 Prozent und in Frankreich 64 Prozent. Insofern besteht Nachholpotential. Ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau macht Sinn (Anmerkung der Redaktion: das ist sogenanntes "denglish", also zumeist sinnloses, oft angeberisches Übernehmen englischer Ausdrücke. Richtig muss es heißen: "Ein Einstieg zu derzeitigen Kursen ist sinnvoll" oder wenn es sein muss auch "Ein Einstieg bei den momentanen Notierungen hat Sinn". Etwas hat Sinn oder eben nicht. Man kann zwar Unsinn machen aber wer kann Sinn machen? Niemand!). Noch besser wären Kurse von weniger als sechs Euro. Der langfristige Chart ist trotz Korrektur intakt (Anmerkung der Redaktion: Vermutlich möchte Egbert Prior sagen, die langfristige Aufwärtstrendlinie ist noch immer gültig. Welche Linie damit gemeint sein könnte, sagt Prior nicht.) Sollte die Aktie abstürzen (Anmerkung der Redaktion: Gemeint ist, sollte der Kurs weiter stark sinken.), ist ein Angebot zur vollständigen Übernahme durch den Hauptaktionär möglich. Das ist die Twentyfirst Century Fox Inc., welche 54,8 Prozent der Anteile hält. 21st Century Fox ist ein Unternehmen der Gruppe Newscorp., hinter der wiederum der Medienmogul Rupert Murdoch steht.

Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Der vorhergehende Text ist von der genannten Publikation übernommen sowie üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.)


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