DAX
- Dennis Riedl

100% in einem Monat: Sind Bitcoin & Co. überwertet?

Wenn Sie sich heute fragen, ob Krypto-Geld mittlerweile überbewertet ist oder einfach nur vorübergehend gehypt wurde, dann stellen Sie implizit die folgende Frage: In welchem Verhältnis werden die Menschen in Zukunft dem klassischen Geldsystem (Fiatgeld) beziehungsweise der neuen Geldform (Kryptowährungen) vertrauen?
Das aktuelle Vertrauensverhältnis lässt sich dabei ganz sachlich angeben, indem man die gesamte Menge des weltweit umlaufenden Geldes betrachtet. Dies zeigt die folgende Grafik:

 

Auf der linken Seite sehen Sie den Wert allen Geldes in Form von Münzen, Banknoten, Bankguthaben, Sparbüchern, Fest- und Termineinlagen (ohne den Wert von sonstigen Wertgegenständen, Grundeigentum und Wertpapieren inklusive aller weltweiten Derivate). Rechts sehen Sie dagegen den aktuellen Wert aller Kryptowährungen zusammengenommen.

Das aktuelle Kräfteverhältnis zwischen Fiat- und Kryptogeld liegt bei etwa 675 zu 1. Die entscheidende Frage ist nun: Wird dies auch das Kräfteverhältnis in der Zukunft sein?
Betrachten wir hierzu die drei folgenden Szenarien:

A) Wenn Sie der Meinung sind, dass auch in Zukunft 99,85 Prozent oder mehr des weltweiten Geldes den Fiatsystemen vertrauen wird, dann ist Kryptogeld für Sie nicht interessant!

B) Sind Sie der Meinung, dass etwas weniger als 99,85 Prozent (beispielsweise 99,7 Prozent) des Geldes zukünftig den Fiatsystemen vertrauen wird, dann würde sich demnach das Volumen von Kryptowährungen in nächster Zeit verdoppeln: Kryptogeld ist dann also für Sie interessant.

C) Sind Sie der Meinung, dass weniger als 99,7 Prozent des Kapitals künftig Fiatsystemen vertrauen wird (beispielsweise 95 Prozent), dann besitzen Kryptowährungen Ihrer Auffassung nach ein hohes (oder gar riesiges) Potenzial – auf Basis der aktuellen Notierungen, wohlgemerkt. Entsprechend lukrativ stellt es sich dann für Sie dar, einen Blick auf diese neue Assetklasse zu richten.

Investieren: Ja, aber in welchen Coin? Zwei Orientierungslinien!
Die obige Gegenüberstellung von Fiat- und Kryptogeld erscheint vielleicht suggestiv pro Kryptowährungen angelegt zu sein, aber sie zeigt tatsächlich lediglich die nackten Zahlen auf, wie sie sich aktuell nun einmal darstellen.
Halten Sie nun das Szenario B oder C für wahrscheinlicher, so schließt sich die Frage an, in welchen Coin man dann nun genau investieren sollte? In den bekannten Bitcoin, den technisch flexiblen Ethereum, den Internet-der-Dinge-Coin IOTA … oder in einen noch ganz anderen? Da man als Anleger mittlerweile die Wahl zwischen mehr als 1.000 verschiedenen Kryptowährungen hat, ist die Antwort gar nicht so einfach. Zwei ganz allgemeine Orientierungslinien lassen sich aber formulieren.
Die Erste: Bei der Entwicklung neuer Märkte hat sich in der Geschichte immer wieder gezeigt, dass sich am Ende sehr häufig die Marktführer der ersten Stunde durchsetzen. Sie genießen einen kaum zu messenden Bekanntheits- und Vertrauensvorteil! Beispiel Internetblase: Amazon gehörte als First Mover der ersten Stunde letztlich zu den wenigen Unternehmen, die das Platzen der Dotcom-Blase überlebt haben und sogar erheblich gestärkt hieraus hervorgegangen sind. Aus diesem Grund gehört der Bitcoin ungeachtet seiner Schwächen in jedem Fall als ein Bestandteil in ein Krypto-Depot.

Die zweite Orientierungslinie verraten Ihnen die Kurse selbst – Robert Levy lässt grüßen!
„Der große TSI-Krypto-Report“ erklärt Ihnen die Welt der Krytowährungen von der Erstellung der ersten Wallet bis hin zur systematischen Anlage in die aussichtsreichsten Coins der Jahre 2017 und 2018: ZUM REPORT.

 

AKTIONÄR-TSI-Krypto-Report

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  • Dennis Pagel -
    Bitcoin ist im Grunde nichts Anderes, als wenn Bill Gates morgen eine Währung aus kleinen runden Plastikplaketten erschafft, allen verspricht die Menge auf x zu begrenzen und man damit ab sofort bei Microsoft schon damit bezahlen kann. Mehr ist Bitcoin nicht. Es gibt keine Garantien, keine Einlagensicherung, keine Goldreserven, keine Deckung durch Staaten, nichts. Mal ganz krass gesagt... wenn alle Bitcoin-Server auf einmal gehackt und formatiert werden, ist Bitcoin futsch.
  • Peter Janka -
    Solange die Produktion, die Preisentstehung und die Eigentümer von Kryptowährungen nicht transparent sichtbar und bekannt sind, sollte nicht investiert werden. Eine privat geschaffene Währung (von der es, nach Ihrem interessanten Artikel schon mehr als 1.000 verschiedene Kryptowährungen gibt) kann nie offizielle Währungen ersetzen. Auch wenn das Vertrauen in die staatlichen Währungen sinken würde, bleiben z.B. mit Edelmetallen oder Sachwerten immer noch Alternativen zu einer virtuellen Währung.

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