Silber
- Markus Bußler - Redakteur

Silberjunge Thorsten Schulte: 22 bis 28 Dollar bei Silber sind drin

Der Silberpreis kämpft sich langsam nach oben. Seit Jahresbeginn liegt das Edelmetall bereits deutlich im Plus. Doch handelt es sich nur um ein weiteres kurzes Aufbäumen im Abwärtstrend oder steht tatsächlich nach über drei Jahren Bärenmarkt die Trendwende bevor? Silberjunge Thorsten Schulte zeigt sich im Interview optimistisch, dass das Schlimmste überstanden sein dürfte.

Allerdings verweist Schulte darauf, dass die Börse und auch die Entwicklung der Edelmetalle keine Einbahnstraße sei. "Die Streckfolter bei Gold als auch bei Silber ist sehr, sehr lang", sagt Schulte. Bei Gold gebe seit 1971 nur eine Streckfolter, die länger gedauert habe - und zwar diejenige von 1996 bis 1999. Daher zeigt sich Schulte optimistisch, dass das Ende dieser Streckfolter bevorsteht.

Maßlos überzogen

„Ich warne vor den falschen Propheten“, sagt Schulte in der Sendung „Bußlers Goldgrube“. Diejenigen, die jetzt einstellige Kursziele bei Silber und dreistellige Kurse bei Gold ausgeben, spielten nach Ansicht von Schulte mit der Angst der Anleger. Seiner Ansicht nach seien diese Kursziele jedoch maßlos überzogen. „Schon jetzt verdient kaum ein primärer Silberproduzent noch Geld“, sagt Schulte. Dies spräche deutlich dafür, dass der Silberpreis mittelfristig wieder steigen müsste.


Allerdings will Schulte auch noch nicht die große Hausse ausrufen. Dafür fehle vor allem Inflation. „Aber Draghi hat uns versprochen, dass er alles für Inflation tun werde“, sagt Schulte. Deshalb könne es durchaus sein, dass es schneller zu inflationären Tendenzen komme, als manch einer glaubt. Aus antizyklischer Sicht ist es doch interessant, dass keiner mehr an Inflation glaubt, sagt Schulte. Auf mittlere Sicht sieht der Silberjunge Kurse von 22 bis 28 Dollar beim Silber. Was kurzfristig zu beachten gibt und was Schulte über die Entwicklung in der Schweiz denkt, erfahren Sie im vollständigen Interview, das sie gleich hier abrufen können.

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