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- Maximilian Völkl

Siemens-Rivale General Electric: Industrieriese auf Talfahrt – ein Fiasko mit Ansage

Nach dem katastrophalen Jahr 2017 ist auch der Start in das neue Jahr bei General Electric missglückt. Ein Milliardenverlust im vierten Quartal hat dabei erneut deutlich gemacht, dass der Industriekonzern noch mit zahlreichen Altlasten zu kämpfen hat. Vor allem die Probleme in der Kraftwerksparte dürften weiter anhalten.

Ein Blick auf die Entwicklung im Geschäft mit den Gasturbinen zeigt, dass die Krise bei GE zu großen Teilen hausgemacht ist. Noch im vergangenen Jahr hat das Management um den ehemaligen CEO Jeffrey Immelt einen zuversichtlichen Ausblick für die Sparte gegeben. Dabei war die Nachfrage nach neuen Turbinen bereits schwach und Erneuerbare Energien wie Wind- oder Solarkraft liefen den traditionellen Energiequellen auch auf der Kostenseite zunehmend den Rang ab.

Das unerschütterliche Vertrauen in die Kraftwerkssparte hat GE bereits in den vergangenen Jahren belastet. 2015 wurde für über zehn Milliarden Dollar das Geschäft des französischen Wettbewerbers Alstom übernommen. Die Akquisition wurde damals als große Chance gefeiert – im Rückblick war es der Beginn der schweren Konzernkrise. Das Problem: Besserung ist nicht in Sicht, aufgrund der Energiewende dürfte die Nachfrage nach großen Turbinen künftig schwach bleiben. Auch Wettbewerber wie Siemens haben mit den strukturellen Problemen zu kämpfen – im Gegensatz zu GE hat der DAX-Konzern aber deutlich früher erkannt, dass die Zukunft der Industrie in anderen Bereichen liegt.

Finger weg

Das Fiasko in der Kraftwerksparte belastet die Aktie von GE. Altlasten aus der Finanzsparte, Probleme im Zuggeschäft und der Gewinnrückgang in der Öl- und Gassparte kommen hinzu. Trotz des deutlichen Kursrückgangs erscheint die GE-Aktie deshalb nach wie vor nicht günstig. Anleger sollten abwarten, ob unter dem neuen Konzernchef John Flannery die Trendwende gelingt und aktuell nicht in das fallende Messer greifen.

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