Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Keine Panik – die Zukunft ist gesichert

Digitale Industrien stehen bei der „Vision 2020+“ von Siemens im Mittelpunkt. Der DAX-Konzern will damit die Krise bei den Kraftwerken, die jahrelang für stabile Gewinne gesorgt haben, ausgleichen. Und der Plan könnte durchaus aufgehen: Denn das Geschäft mit vernetzten und intelligenten Maschinen ist lukrativ und wachstumsstark.

Die Zahlen der Digitalen Fabrik bestätigen die guten Aussichten. Und auch Klaus Helmrich, der ab 1. April für die neue Einheit „Digital Industries“ zuständig ist, zeigt sich im Gespräch mit dem Handelsblatt zuversichtlich. „Die Kombination von Digitalisierung und Automatisierung gibt einen weiteren Schub“, so Helmrich. Er erwartet vor allem beim margenstärkeren Softwareanteil weiterhin zweistellige Wachstumsraten.

Helmrich setzt bei Digital Industries vor allem auf zwei Aspekte: Edge Computing und Künstliche Intelligenz (KI). Beim Edge Computing werden Daten vor Ort gesammelt, direkt in der Maschine gespeichert und parallel zum Automatisierungsprozess verarbeitet. Der Vorteil: Kunden entscheiden, welche Daten überhaupt in die Cloud kommen und welche intern bleiben. Das Thema KI soll dafür sorgen, Zeit und Geld zu sparen. Dank Algorithmen können beispielsweise Produktionsabläufe optimiert und die Fehleranalyse vereinfacht werden.

Halteposition

Die Digitale Industrie mit der Vorzeigeplattform Mindsphere ist die Plattform. In der „neuen“ Siemens soll dadurch eine Klammer für alle Bereiche geschaffen werden. Ein Plan, der aufgehen sollte. Aktuell belasten die Probleme in der Kraftwerkssparte und der langwierige Umbau aber nach wie vor. Die Aktie ist deshalb weiterhin lediglich eine Halteposition mit Stopp bei 95 Euro.

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