Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Besser geht es kaum – diese Perle macht Freude

Das Industriekonglomerat Siemens steht vor großen Herausforderungen. Die Alstom-Fusion stockt, die Kraftwerkskrise hält an und der Umbau benötigt noch Zeit. Doch Anleger sollten die Flinte noch nicht ins Korn werfen. Denn beim Gros der Sparten läuft es nach wie vor richtig gut. Vor allem das Aushängeschild Digitale Fabrik macht Freude.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr steuerte die Digitale Fabrik mit 2,6 Milliarden Euro den größten Anteil zum operativen Ergebnis im industriellen Geschäft bei. Das sind bereits 29 Prozent des gesamten Gewinns. Mit einem Plus von 23 Prozent weist die Sparte nach der Windkraft zudem das größte Wachstum auf. Auch die Marge von 20 Prozent liegt deutlich über dem Vorjahreswert von 18,5 Prozent und ist Konzernspitze. Das zeigt: Der Wachstumstreiber von Siemens ist gleichzeitig besonders renditestark.

Doch nicht nur im internen Konzernvergleich schneidet die Digitale Fabrik gut ab. Auch im Vergleich mit den Wettbewerbern weiß das Aushängeschild zu überzeugen. In den sechs Quartalen bis Juni diesen Jahres ist die Siemens-Sparte stets stärker gewachsen als die Wettbewerber - 2018 lag der Vorsprung sogar im zweistelligen Prozentpunktebereich. Das bedeutet: Die ohnehin starke Marktposition mit hohen Marktanteilen wird kontinuierlich ausgebaut.

Halteposition

Vor allem dank der Digitalen Fabrik stimmen die langfristigen Aussichten. Doch aktuell sorgen die oben genannten Probleme für Unsicherheit und bremsen das Wachstum. Die Aktie ist deshalb lediglich eine Halteposition mit Stopp bei 95 Euro. Auf lange Sicht bleibt Siemens aber ein Basisinvestment.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Das tut dem Rivalen richtig weh

In der Zugsparte von Siemens herrscht nach wie vor viel Unsicherheit, wie es weitergeht. Weiterhin ist völlig offen, ob die EU-Kommission der geplanten Fusion mit dem französischen Wettbewerber Alstom zustimmt. Doch bislang läuft es auch ohne den Partner gut. In Kanada gelang Siemens nun ein … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: So soll die Rettung gelingen

Der Umbau bei Siemens schreitet nach wie vor nur langsam voran. Vor allem bei der Zugfusion herrscht Ungewissheit. Um die EU zum Einlenken zu bringen, wollen der DAX-Konzern und der französische Partner Alstom den Wettbewerbshütern entgegenkommen. Das könnte allerdings den Sinn des … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Auf diese Marken kommt es jetzt an

In den vergangenen Monaten waren Industriekonglomerate an der Börse nicht sonderlich gefragt. Der dramatische Absturz von General Electric überlagert zwar alles, doch auch Siemens, ABB und Co konnten an der Börse nicht überzeugen. Bei Siemens bleibt das Charbtild aber interessant – und langfristig … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Das klingt vielversprechend

Der Umbau bei Siemens soll frischen Wind in den Konzern bringen. Künftig stehen drei „operative Unternehmen“ und drei „strategische Unternehmen“ nebeneinander. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Bereich „Intelligente Infrastruktur“. Jahrelang galt vor allem die Gebäudetechnik als … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Der Grund für den Erfolg

Durch den Umbau wird das Industriekonglomerat Siemens mehr und mehr aufgeweicht. Kritiker befürchten, dass dabei der starke Markenkern und die Identifikation von Arbeitnehmer und Kunden mit der deutschen Ikone verloren gehen. Teilweise wird die Auftrennung aber weniger radikal als befürchtet. Vor … mehr